GEG 2024 Anforderungen: Was 2026 Für Eigentümer Gilt
Auf einen Blick
Was muss ich als Eigentümer 2026 zu den Energieausweis-Anforderungen wissen?
- Du brauchst einen gültigen Energieausweis, wenn du ein Gebäude verkaufst, neu vermietest, verpachtest oder verleast und kein gültiger Ausweis vorliegt, nach dem GModG, vormals GEG.
- Für einen Verbrauchsausweis benötigst du Verbrauchsdaten aus 36 zusammenhängenden Monaten, wobei die jüngste Abrechnung höchstens 18 Monate alt sein darf.
- Du musst in deine Immobilienanzeige die Ausweisart, den Endenergiekennwert, den Energieträger, das Baujahr und die Effizienzklasse aufnehmen, sofern ein Ausweis vorliegt.
Rechtsgrundlage heute: Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals GEG). Die Regeln zum Energieausweis sind gleich geblieben.
Mini-Check: Brauche ich einen? 3 Fragen, 20 Sekunden
Du brauchst keinen. Die Pflicht greift erst, wenn du verkaufst oder neu vermietest.
Dein vorhandener Ausweis reicht, solange er gültig ist. Das Datum steht oben rechts auf Seite 1.
Wahrscheinlich keine Pflicht. Für Baudenkmäler und sehr kleine Gebäude gilt eine Ausnahme. Unsicher? Frag uns kurz im Chat (unten rechts).
Beim Neubau oder großen Umbau gehört der Ausweis zur Bauplanung. Das klärt in der Regel dein Planer.
Kein Stress: Solange du nicht verkaufst oder vermietest, besteht keine Pflicht. Wenn es so weit ist, reicht der Ausweis zur ersten Besichtigung.
Für Gewerbegebäude gelten eigene Regeln. Sprich uns an, wir sagen dir, was du brauchst.
Ja, du brauchst einen. Für die meisten bestehenden Wohnhäuser reicht der Verbrauchsausweis: in rund 5 Minuten ausgefüllt, 59,90 €, als PDF in 1–2 Werktagen.
Jetzt startenWusstest du? Ein Energieausweis gilt zehn Jahre und immer für das ganze Gebäude, nicht nur für eine Wohnung. In 2 Minuten von Kasten zu Kasten ↓
Wusstest du? Ein Energieausweis gilt zehn Jahre und immer für das ganze Gebäude, nicht nur für eine Wohnung. In 2 Minuten von Kasten zu Kasten ↓
Markierungen: Pflicht Frist / Bußgeld Spartipp Begriff
Inhalt dieses Artikels · 12 Abschnitte
- Was bedeutet GEG 2024?
- Die wichtigsten GEG-2024-Anforderungen im Überblick
- Energieausweis: Wann du ihn brauchst
- Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?
- Welche Daten brauchst du für den Verbrauchsausweis?
- Diese Angaben gehören in die Immobilienanzeige
- Energieeffizienzklassen A+ bis H
- DIN V 18599 seit GEG 2024: Was Eigentümer wissen müssen
- Heizung und 65-%-Regel: Was war 2024, was gilt heute?
- Bußgelder und typische Fehler
- So kommst du zum passenden Energieausweis
- FAQ
Kurzantwort: Die GEG 2024 Anforderungen betreffen vor allem den Energieausweis bei Verkauf, Neuvermietung und Verpachtung, die Pflichtangaben in Immobilienanzeigen und die richtige Wahl zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis. Ein Energieausweis gilt 10 Jahre. Für den Verbrauchsausweis brauchst du Verbrauchsdaten aus 36 zusammenhängenden Monaten. Seit der Reform 2026 wird das Gesetz als GModG geführt, die Kernpflichten rund um den Energieausweis bleiben aber praktisch relevant.
Hinweis: Viele suchen noch nach „GEG 2024 Anforderungen". Seit der Reform 2026 wird das Gesetz offiziell als GModG geführt. In diesem Artikel erklären wir die GEG-2024-Anforderungen und zeigen, was davon heute praktisch wichtig ist.
Was bedeutet GEG 2024?
GEG steht für Gebäudeenergiegesetz. Es war das zentrale Gesetz für energetische Anforderungen an Gebäude in Deutschland und regelte vier große Bereiche: Neubau, Sanierung, Heiztechnik und Energieausweis. Die Anforderungen des GEG 2024 brachten vor allem verschärfte Regeln zur Heizungstechnik (die sogenannte 65-%-EE-Regel), die verpflichtende Nutzung der Berechnungsnorm DIN V 18599 und konkretisierte Pflichten rund um den Energieausweis.
Warum gibt es diese Anforderungen überhaupt? Gebäude sind ein gewaltiger Energieblock. Laut dena Gebäudereport 2025 werden 79 % der knapp 20 Millionen Wohngebäude in Deutschland mit Öl oder Gas beheizt. Das Gesetz verfolgt laut Gesetzestext des GEG das Ziel, den Energieverbrauch von Gebäuden durch wirtschaftlich vertretbare Maßnahmen zu senken, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien zu steigern.
Seit Juli 2026 wird der aktuelle Rechtsstand als Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) geführt. Die starre 65-%-Pflicht für erneuerbare Energien bei der Heizung wurde aufgehoben, die Kernpflichten rund um den Energieausweis bleiben aber praktisch unverändert. Eine Übersicht über die zeitlichen Stufen der Reform findest du im GModG-Zeitplan und Fristen.
Die wichtigsten GEG-2024-Anforderungen im Überblick
Was musst du als Eigentümer konkret wissen? Die folgende Tabelle fasst die zentralen Anforderungen zusammen.
| Bereich | Was bedeutet es praktisch? | Relevant für |
|---|---|---|
| Energieausweis | Pflicht bei Verkauf, Neuvermietung, Verpachtung oder Leasing, sofern kein gültiger Ausweis vorliegt (§ 80) | Eigentümer, Vermieter, Verkäufer |
| Immobilienanzeige | Ausweisart, Endenergiekennwert, Energieträger, Baujahr und Effizienzklasse gehören in die Anzeige (§ 87) | Verkäufer, Vermieter, Makler |
| Ausweisart | Verbrauchs- oder Bedarfsausweis; Wahlfreiheit nicht immer gegeben | Altbau, MFH, EFH |
| Verbrauchsdaten | 36 zusammenhängende Monate, jüngste Abrechnung max. 18 Monate alt (§ 82) | Verbrauchsausweis |
| Bedarfsausweis | Berechnung nach DIN V 18599, seit GEG 2024 zentral für energetische Nachweise | Neubau, bestimmte Altbauten |
| Heizung | 65-%-EE-Regel war Kern der GEG-2024-Debatte; seit GModG 2026 in dieser Form aufgehoben | Eigentümer mit Heizungstausch |
Diese GEG 2024 Anforderungen betreffen fast jeden Eigentümer, der sein Gebäude verkauft oder neu vermietet. Im Folgenden schauen wir uns die einzelnen Punkte genauer an.
Klasse A+: ≤ 30 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für Passivhaus oder sehr guter Neubau.
Klasse A: 30–50 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für Neubau-Standard.
Klasse B: 50–75 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für guter Neubau oder gut sanierter Bestand.
Klasse C: 75–100 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für sanierter Bestand.
Klasse D: 100–130 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für teilsanierter Bestand.
Klasse E: 130–160 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für unsanierter Bestand der 80er/90er.
Klasse F: 160–200 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für älterer Bestand.
Klasse G: 200–250 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für unsaniertes Haus aus Vorkriegszeit oder 50ern.
Klasse H: > 250 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für sehr hoher Energiebedarf.
Die Klasse steht auf Seite 1 deines Ausweises und gehört bei Verkauf oder Vermietung in die Anzeige.
Deine Klasse herausfinden: Verbrauchsausweis erstellen →Energieausweis: Wann du ihn brauchst
Der Energieausweis ist die Anforderung, die Eigentümer am häufigsten direkt betrifft. Nach § 80 GEG brauchst du einen gültigen Energieausweis, wenn du ein Gebäude, eine Eigentumswohnung oder ein Gebäudeteil verkaufst, neu vermietest, verpachtest oder anderweitig zur Nutzung überlässt. Liegt bereits ein gültiger Ausweis vor, ist kein neuer nötig.
Ein Energieausweis gilt grundsätzlich 10 Jahre. Er kann früher seine praktische Bedeutung verlieren, wenn nach bestimmten baulichen Änderungen ein neuer Ausweis erforderlich wird. Mehr zu den genauen Regeln findest du unter Gültigkeit des Energieausweises.
Wichtig: Der Energieausweis bezieht sich immer auf das gesamte Gebäude, nicht auf eine einzelne Wohnung. Bei einer Eigentumswohnung brauchst du also den Ausweis für das ganze Haus. Die Wohnungseigentümergemeinschaft trägt in der Regel die Kosten.
Was steht im Energieausweis?
Der Ausweis ist mehr als ein farbiger Balken. Nach § 85 GEG enthält er unter anderem:
- Ausweisart (Verbrauch oder Bedarf)
- Endenergiekennwert und Primärenergiekennwert
- Energieträger der Heizung
- Energieeffizienzklasse (A+ bis H)
- Registriernummer und Ablaufdatum
- CO₂-Äquivalente (Treibhausgasemissionen)
- Modernisierungsempfehlungen
- Name und Unterschrift des Ausstellers
CO₂-Werte gehören in den Ausweis selbst. Für Immobilienanzeigen gelten gesonderte Pflichtangaben nach § 87, die weiter unten erklärt werden. Diese Unterscheidung fehlt in vielen Ratgebern, ist aber wichtig für die korrekte Umsetzung.
Der Energieausweis ist ein standardisiertes Vergleichsdokument und ein gesetzlicher Pflichtnachweis. Er ersetzt keine detaillierte Energieberatung, keine Heizlastberechnung und keine Garantie für tatsächliche Heizkosten. Practitioners auf HaustechnikDialog sehen das ähnlich: Dort wird der Ausweis regelmäßig als grober Indikator behandelt, nicht als Planungsgrundlage für eine Heizungsentscheidung.
Wenn du deinen Energieausweis schnell und unkompliziert brauchst, erfährst du hier, wie die Online-Erstellung funktioniert:
Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?
Diese Frage sorgt regelmäßig für Unsicherheit. Grundsätzlich gibt es zwei Arten:
- Verbrauchsausweis: Basiert auf dem gemessenen Energieverbrauch der letzten 36 Monate. Bildet das tatsächliche Heizverhalten ab, nicht den baulichen Zustand.
- Bedarfsausweis: Berechnet den theoretischen Energiebedarf anhand von Gebäudehülle, Anlagentechnik und standardisierten Nutzungsannahmen nach DIN V 18599.
Nicht immer hast du die Wahl. Bei bestehenden Wohngebäuden besteht oft Wahlfreiheit. Zwingend ist der Bedarfsausweis aber typischerweise bei Wohngebäuden mit weniger als 5 Wohneinheiten, deren Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde und die nicht nachweislich den energetischen Stand der Wärmeschutzverordnung 1977 erreichen. Ab 5 Wohneinheiten oder bei nachgewiesenem WSchVO-1977-Stand kann ein Verbrauchsausweis zulässig sein, wie die KEAN zusammenfasst.
Die pauschale Aussage „Baujahr vor 1977 = immer Bedarfsausweis" ist falsch. Die Ausnahmen sind entscheidend. Practitioners auf Reddit berichten, dass genau dieser Punkt regelmäßig für Verwirrung sorgt: In einem Thread auf r/Immobilieninvestments wundern sich Nutzer, warum offensichtlich unsanierte 1950er-Gebäude mit einem Verbrauchsausweis und erstaunlich guter Effizienzklasse angeboten werden. Die Antworten dort verweisen auf die GEG-Paragrafen 79 bis 88 und erklären, dass die Fünf-Einheiten-Regel und die WSchVO-1977-Ausnahme oft missverstanden werden.
Wenn du unsicher bist, hilft der Ratgeber zur Frage, welcher Energieausweis passt.
Für Altbauten mit Bauantrag vor 1977 gibt es außerdem einen eigenen Leitfaden zum Energieausweis für Altbauten.
Was kostet dein Verbrauchsausweis?
Verbrauchsausweis 59,90 € inkl. MwSt., PDF in 1–2 Werktagen, vorher kostenlose Vorschau.
Zusammen: 59,90 €
Verbrauchsausweis erstellen →Welche Daten brauchst du für den Verbrauchsausweis?
Für den Verbrauchsausweis brauchst du Verbrauchsdaten aus 36 zusammenhängenden Monaten. Der Zeitraum muss nicht zwingend einem Kalenderjahr entsprechen. Die jüngste Abrechnungsperiode darf höchstens 18 Monate zurückliegen (§ 82 GEG). Längerer Leerstand muss angemessen berücksichtigt werden.
Viele Ratgeber im Netz schreiben verkürzt „die letzten drei Kalenderjahre". Das ist ungenau. Die gesetzliche Anforderung nach GEG 2024 lautet klar: 36 zusammenhängende Monate, wobei der Abrechnungszeitraum nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen muss.
Ein Verbrauchsausweis bildet den Verbrauch ab, nicht automatisch den baulichen Zustand. Bei Leerstand, sparsamem Vorbewohner oder Zusatzheizung (etwa ein Kaminofen) kann der Kennwert erklärungsbedürftig sein. Auf Reddit berichten Nutzer von Fällen, in denen die Verbrauchswerte von Altbauten implausibel niedrig erschienen. Die Empfehlung dort: im Zweifel die tatsächlichen Energierechnungen prüfen und klären, ob ein Verbrauchsausweis überhaupt zulässig ist.
Welche Dokumente du konkret bereithalten solltest, erfährst du unter benötigte Unterlagen.
Diese Angaben gehören in die Immobilienanzeige
Zu den GEG-2024-Anforderungen gehört auch die Anzeigenpflicht. Wenn bei Aufgabe der Immobilienanzeige bereits ein Energieausweis vorliegt, müssen nach § 87 GEG folgende Angaben in die Anzeige:
- Art des Energieausweises (Verbrauch oder Bedarf)
- Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch in kWh/(m²·a)
- Wesentlicher Energieträger für die Heizung
- Bei Wohngebäuden: Baujahr des Gebäudes
- Bei Wohngebäuden: Energieeffizienzklasse
Beispiel: Verbrauchsausweis, 118 kWh/(m²·a), Erdgas, Baujahr 1996, Effizienzklasse D.
CO₂-Angaben stehen im Ausweis selbst (§ 85), sind aber nicht Teil der kompakten Pflichtangaben nach § 87 für Wohngebäudeanzeigen. Einen ausführlicheren Leitfaden zu den Anzeigenpflichten findest du unter Pflichtangaben nach § 87.
Energieeffizienzklassen A+ bis H
Die Effizienzklasse eines Wohngebäudes leitet sich direkt aus dem Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch ab. Die aktuelle Klasseneinteilung:
| Effizienzklasse | Endenergie in kWh/(m²·a) |
|---|---|
| A+ | ≤ 30 |
| A | ≤ 50 |
| B | ≤ 75 |
| C | ≤ 100 |
| D | ≤ 130 |
| E | ≤ 160 |
| F | ≤ 200 |
| G | ≤ 250 |
| H | > 250 |
Die Klasse basiert auf der Endenergie, nicht auf der Primärenergie. Das ist ein häufiges Missverständnis. Auf Reddit und in Fachforen wie HaustechnikDialog weisen erfahrene Nutzer darauf hin, dass Effizienzklassen bei Verbrauchsausweisen stark vom Nutzerverhalten abhängen. Ein sparsamer Vorbewohner kann ein Gebäude besser aussehen lassen, als es baulich ist. Ein Energieberater auf Reddit formuliert es so: Der Verbrauchsausweis ist eine erlaubte Vereinfachung, die aber missverstanden oder im Einzelfall irreführend sein kann.
DIN V 18599 seit GEG 2024: Was Eigentümer wissen müssen
Seit den GEG 2024 Anforderungen ist DIN V 18599:2018-09 die zentrale Berechnungsmethode für Bedarfsausweise und energetische Nachweise bei Wohngebäuden. Die ältere Methode (DIN V 4108-6 mit DIN V 4701-10) durfte nur bis Ende 2023 verwendet werden, wie das Gebäudeforum bestätigt.
Du musst die Norm nicht selbst verstehen. Wichtig ist, dass dein Aussteller nach aktuellem Verfahren arbeitet. Auf LinkedIn berichten Energieberater und Softwareanbieter, dass der Umstieg auf DIN V 18599 erheblichen Schulungs- und Softwareaufwand bedeutete. Für dich als Eigentümer heißt das: Achte darauf, dass der Aussteller qualifiziert ist und aktuelle Software nutzt.
Nach § 88 GEG dürfen Energieausweise nur von qualifizierten Personen ausgestellt werden, etwa Architekten, Bauingenieuren, Physikern oder entsprechend weitergebildeten Handwerksmeistern und Technikern. Bei EnergieausweisApp wird jeder Ausweis von einem qualifizierten Dipl.-Ing. geprüft und unterschrieben.
Heizung und 65-%-Regel: Was war 2024, was gilt heute?
Das Gebäudeenergiegesetz 2024 wurde in der öffentlichen Debatte vor allem als „Heizungsgesetz" bekannt. Kern der Diskussion war die 65-%-Regel: Neue Heizungen sollten zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Umsetzung war an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt. Neubauten in Neubaugebieten waren ab Januar 2024 direkt betroffen, andere Gebäude erst zu späteren Zeitpunkten je nach Gemeindegröße und Wärmeplanungsstand.
Seit dem GModG 2026 gilt diese starre Pflicht nicht mehr in gleicher Form. Die Bundesregierung hat die einheitliche 65-%-Anforderung aufgehoben. Für konkrete Heizungsentscheidungen solltest du deshalb den aktuellen Rechtsstand und verfügbare Förderprogramme prüfen. In Fachforen wie HaustechnikDialog raten erfahrene Nutzer davon ab, eine funktionierende Gasheizung voreilig zu ersetzen, ohne die Übergangsregelungen zu verstehen.
Dieser Artikel konzentriert sich auf die Energieausweis-Anforderungen des GEG 2024. Für aktuelle Heizungsfragen empfehlen wir die Informationsseiten von BAFA und BMWK.
Bußgelder und typische Fehler
Verstöße gegen die GEG-2024-Anforderungen zum Energieausweis können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Das Gesetz nennt für typische Energieausweis- und Anzeigenpflichten Bußgelder bis 10.000 € (§ 108 GEG). Wichtiger als Panik ist aber: rechtzeitig prüfen, welcher Ausweis nötig ist und welche Angaben in die Anzeige gehören.
Die häufigsten Fehler in der Praxis:
- Kein Energieausweis bei Verkauf oder Neuvermietung. Die Pflicht besteht, sobald du das Gebäude anbietest.
- Falscher Ausweistyp. Besonders bei kleinen Altbauten vor 1977 wird der Verbrauchsausweis verwendet, obwohl ein Bedarfsausweis vorgeschrieben wäre.
- Fehlende Pflichtangaben in der Anzeige. Ausweisart, Kennwert, Energieträger, Baujahr und Effizienzklasse müssen in die Anzeige, wenn der Ausweis vorliegt.
- Verbrauchsdaten nicht vollständig. Die 36 zusammenhängenden Monate werden oft nicht sauber belegt, oder die jüngste Abrechnung ist älter als 18 Monate.
- Abgelaufener Energieausweis. Nach 10 Jahren ist der Ausweis nicht mehr gültig.
- Energieausweis als Heizkostengarantie missverstanden. Der Ausweis zeigt standardisierte Vergleichswerte, keine individuellen Kosten.
Ausnahmen von der Energieausweispflicht
Nicht jedes Gebäude braucht einen Energieausweis. Nach § 80 GEG und der Gebäudeforum FAQ gelten unter anderem folgende Ausnahmen:
- Baudenkmäler sind in der Regel von der Vorlagepflicht befreit. Das gilt auch für Gebäude unter Ensembleschutz, sofern sie nach Landesrecht als Baudenkmal gelten.
- Kleine Gebäude (unter 50 m² Nutzfläche) sind von der Energieausweispflicht ausgenommen.
- Abrissverkäufe können ausnahmsweise ohne Energieausweis erfolgen, wenn das Gebäude nachweislich zum Abriss verkauft wird. Leerstand oder Sanierungsbedürftigkeit allein reichen dafür nicht aus.
- Eigentumswohnungen: Der Ausweis bezieht sich immer auf das gesamte Gebäude, nicht auf die einzelne Wohnung.
So kommst du zum passenden Energieausweis
Wenn du die Anforderungen des GEG 2024 erfüllen musst, sind die Schritte überschaubar:
- Anlass klären: Verkauf, Neuvermietung, Verpachtung, Bankfinanzierung, WEG-Beschluss?
- Gültigen Ausweis prüfen: Liegt ein Energieausweis vor, der noch nicht abgelaufen ist?
- Gebäudeart und Baujahr klären: Wohngebäude? Vor oder nach 1977?
- Anzahl der Wohneinheiten prüfen: Unter oder ab 5?
- Für den Verbrauchsausweis: 36 Monate Verbrauchsdaten zusammenstellen (Heizkostenabrechnungen, Energieversorger-Rechnungen, Zählerablesungen).
- Bei Altbau vor 1977: Sanierungsnachweise prüfen (WSchVO-1977-Niveau erreicht?).
- Anzeige erst mit Pflichtangaben veröffentlichen, wenn der Ausweis vorliegt.
- Qualifizierten Aussteller nutzen.
Wenn für dein Wohngebäude ein Verbrauchsausweis zulässig ist, kannst du ihn vollständig online erstellen. Du siehst eine kostenlose Vorschau deines Kennwerts und deiner Effizienzklasse, bevor du zahlst. Der fertige Ausweis wird von einem Dipl.-Ing. geprüft und unterschrieben.
Kurz getestet: 3 Fragen
FAQ
Was bedeutet GEG 2024?
GEG 2024 meint die seit 2024 geltenden Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes. Dazu gehörten Regeln zu Energieausweisen, energetischen Nachweisen, Immobilienanzeigen und Heizungsanlagen. Heute wird der aktuelle Rechtsstand als GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz) geführt.
Gilt das GEG 2024 heute noch?
Als Suchbegriff ja, als aktueller Gesetzesname nur noch eingeschränkt. Seit der Reform 2026 wird der Rechtsstand als GModG geführt. Die Pflichten rund um den Energieausweis bleiben praktisch relevant.
Wann brauche ich einen Energieausweis?
Du brauchst einen Energieausweis, wenn du ein Gebäude oder eine Wohnung verkaufst, neu vermietest, verpachtest oder verleast und kein gültiger Energieausweis vorhanden ist (§ 80).
Wann reicht ein Verbrauchsausweis?
Bei bestehenden Wohngebäuden ab 5 Wohneinheiten ist ein Verbrauchsausweis in der Regel zulässig, sofern vollständige Verbrauchsdaten vorliegen. Bei Gebäuden mit weniger als 5 Einheiten und Bauantrag vor dem 01.11.1977 ist ein Verbrauchsausweis nur zulässig, wenn das Gebäude nachweislich den WSchVO-1977-Standard erreicht.
Welche Angaben müssen in die Immobilienanzeige?
Wenn ein Energieausweis vorliegt: Ausweisart, Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch, wesentlicher Energieträger, bei Wohngebäuden zusätzlich Baujahr und Energieeffizienzklasse (§ 87).
Welche Daten brauche ich für den Verbrauchsausweis?
Du brauchst Verbrauchsdaten aus einem zusammenhängenden Zeitraum von 36 Monaten. Die jüngste Abrechnungsperiode darf höchstens 18 Monate zurückliegen (§ 82). Der Zeitraum muss nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen.
Droht ein Bußgeld bei fehlendem Energieausweis?
Ja. Verstöße gegen Energieausweis- und Anzeigenpflichten können als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern bis 10.000 € geahndet werden (§ 108). Entscheidend ist, rechtzeitig zu prüfen, ob ein gültiger Ausweis vorliegt und welcher Typ zulässig ist.
Was bedeutet DIN V 18599 für Eigentümer?
DIN V 18599 ist die Berechnungsmethode für Bedarfsausweise und energetische Nachweise. Du musst sie nicht selbst verstehen. Wichtig ist, dass dein Aussteller nach diesem aktuellen Verfahren arbeitet und entsprechend qualifiziert ist.
Energieausweis in 5 Minuten online erstellen
GModG-konform, DIBt-registriert, als PDF in 1–2 Werktagen.
Verbrauchsausweis 59,90 €