Ratgeber für Eigentümer · Stand 27. August 2026
Welche Unterlagen brauche ich für den Energieausweis?
Für den Verbrauchsausweis brauchst du nur wenige Angaben: die Heizungs-Jahresabrechnungen der letzten drei Jahre, das Baujahr und die Wohnfläche. Baupläne, amtliche Dokumente oder ein Vor-Ort-Termin sind nicht nötig. Liegen die Abrechnungen bereit, dauert das Ausfüllen etwa fünf Minuten; den fertigen Ausweis erhältst du innerhalb von ein bis zwei Werktagen.


Auf einen Blick
Welche Unterlagen brauche ich für den Energieausweis?
- Für den Verbrauchsausweis: die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre, das Baujahr und die Wohnfläche.
- Baupläne, amtliche Dokumente oder ein Vor-Ort-Termin sind nicht nötig.
- Liegen die Abrechnungen bereit, dauert das Ausfüllen etwa fünf Minuten. Den fertigen Ausweis bekommst du in 1–2 Werktagen.
Markierungen: Pflicht Frist / Bußgeld Spartipp Begriff
Die Checkliste für den Verbrauchsausweis
Gut zu wissen
Hilfreich, aber optional: ob das Warmwasser über die Heizung läuft oder separat erzeugt wird (etwa per Durchlauferhitzer), ob eine Solaranlage oder Wärmepumpe vorhanden ist, Leerstandszeiten sowie die Jahre von Heizungstausch, Fensteraustausch oder Dämmmaßnahmen. Ein Foto des Gebäudes kannst du hochladen, musst es aber nicht.
Das brauchst du, bevor du startest:
- Verbrauchsdaten aus drei aufeinanderfolgenden Jahren — die jüngste Abrechnung darf nicht älter als 18 Monate sein. Die Menge übernimmst du so, wie sie auf der Abrechnung steht: in kWh, Litern, Kubikmetern oder Kilogramm.
- Energieträger — womit geheizt wird: Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Holzpellets, Strom und weitere.
- Baujahr des Gebäudes — steht im Kaufvertrag, in den Bauunterlagen oder in der Gebäudeversicherungspolice.
- Wohnfläche in Quadratmetern — aus Kaufvertrag, Mietvertrag oder Nebenkostenabrechnung.
- Anzahl der Wohnungen und die Adresse des Gebäudes.
Hast du alles beisammen?
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Alles da? Verbrauchsausweis erstellen →Wo finde ich die Abrechnungen?
Die drei Jahresverbräuche sind fast immer schon dokumentiert — du musst sie nur einsammeln:
- Jahresabrechnung des Versorgers (Gas, Strom, Fernwärme): kommt einmal im Jahr per Post oder E-Mail und nennt den Verbrauch in kWh oder Kubikmetern.
- Online-Kundenportal des Anbieters: Dort liegen die Rechnungen mehrerer Jahre als PDF zum Herunterladen — oft der schnellste Weg.
- Heizkosten- oder Nebenkostenabrechnung: Bei Eigentumswohnungen erstellt die Hausverwaltung jährlich eine Abrechnung, in der dein Verbrauch aufgeführt ist.
- Hausverwaltung: Fehlt ein Jahr, genügt eine formlose Anfrage — die Unterlagen sind dort archiviert.
- Heizöl, Pellets, Flüssiggas: Hier zählen die Lieferrechnungen. Der Lieferant kann dir die Mengen der letzten Jahre nennen, falls Belege fehlen.
Warum drei Jahre und nicht nur eines?
Ein einzelnes Jahr wäre zu zufällig: Ein milder Winter lässt ein Haus sparsamer aussehen, ein harter Winter schlechter. Deshalb schreibt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 als GEG bekannt) Verbrauchsdaten aus 36 zusammenhängenden Monaten vor, aus denen ein Mittelwert gebildet wird. Zusätzlich wird der Verbrauch mit offiziellen Klimafaktoren des Deutschen Wetterdienstes auf einen Referenzstandort umgerechnet — so werden Gebäude in Flensburg und München vergleichbar. Diese Umrechnung übernehmen wir komplett für dich.
Du musst nichts umrechnen
Tipp
Trag die Werte genau so ein, wie sie auf deinen Abrechnungen stehen — Liter Heizöl, Kubikmeter Gas oder Kilogramm Pellets. Die Umrechnung in Kilowattstunden erledigen wir mit den anerkannten Heizwerten. Auch getrennte Zähler für Warmwasser brauchst du nicht: Wird das Warmwasser von der Heizung mit erzeugt, berücksichtigen wir das über die gesetzlich vorgesehene Pauschale. Du gibst nur an, wie dein Warmwasser erzeugt wird — den Rest rechnet das System.
Und wenn ich einen Bedarfsausweis brauche?
Der Bedarfsausweis kommt ohne Verbrauchsdaten aus — dafür braucht er Angaben zum Gebäude selbst: Bauweise, Dämmung, Fenster und Heizungstechnik. Verpflichtend ist er nur in einem klar umrissenen Fall: bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohnungen, deren Bauantrag vor November 1977 gestellt wurde und die seitdem nicht auf den damaligen Wärmeschutz-Standard gebracht wurden. In allen anderen Fällen hast du die freie Wahl. Ob dein Gebäude die Wahl hat, klärt unsere Entscheidungshilfe in höchstens drei Fragen — und wenn etwas unklar bleibt: Frag im Chat, wir finden gemeinsam eine Lösung.
Verbrauchs- oder Bedarfsausweis? 3 Fragen
Du hast die Wahl. Der Verbrauchsausweis ist für dein Haus zulässig: in rund 5 Minuten ausgefüllt, 59,90 €, als PDF in 1–2 Werktagen.
Verbrauchsausweis startenBis zum 31.12.2026 ist hier ein Bedarfsausweis vorgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2027 gilt auch für dein Haus die freie Wahl. Unsicher, was jetzt sinnvoll ist? Frag uns kurz im Chat (unten rechts).
Das lässt sich klären. Das Datum des Bauantrags steht meist in den Bauunterlagen, das Baujahr oft auch im Kaufvertrag. Frag uns im Chat (unten rechts), wir finden es gemeinsam heraus.
Kurzregel: Bauantrag ab dem 1. November 1977 oder 5 und mehr Wohnungen: freie Wahl. Nur bei bis zu 4 Wohnungen, Bauantrag davor und ohne Dämmung auf dem Stand von 1977 ist bis Ende 2026 der Bedarfsausweis Pflicht. Ab 2027 gilt für alle Wohngebäude die freie Wahl. Rechtsgrundlage: GModG (vormals GEG).
Verbrauchsausweis in 5 Minuten erstellen
Ab 59,90 € — kostenlose Vorschau vor dem Kauf, erst sehen, dann zahlen.
Jetzt startenHäufige Fragen
Reichen zwei Jahre Abrechnungen?
Nein. Das Gesetz verlangt Verbrauchsdaten aus 36 zusammenhängenden Monaten, also drei vollständigen Jahren. Fehlt ein Jahr, forderst du es beim Versorger oder bei der Hausverwaltung an — das geht formlos und meist innerhalb weniger Tage. Deine bisherigen Eingaben im Formular bleiben gespeichert, du kannst jederzeit weitermachen.
Was ist bei Leerstand?
Leerstand ist kein Hindernis. Du gibst im Formular einfach den Zeitraum und die leerstehende Fläche in Quadratmetern an, und der Verbrauch wird rechnerisch entsprechend hochgerechnet. Kleine Lücken unter etwa zehn Prozent von Fläche und Zeit musst du gar nicht erfassen.
Was, wenn ich die Abrechnungen nicht finde?
Versorger stellen Rechnungskopien der letzten Jahre kostenlos aus — im Online-Kundenportal oft mit zwei Klicks, sonst per formloser Anfrage. Bei Eigentumswohnungen hat die Hausverwaltung alle Heizkostenabrechnungen. Bei Heizöl oder Pellets hilft der Lieferant mit den Liefermengen weiter. Und wenn du nicht weiterkommst: Frag im Chat, wir finden gemeinsam eine Lösung.
Brauche ich ein Foto vom Haus?
Nein, beim Verbrauchsausweis ist das Gebäudefoto optional. Wenn du möchtest, lädst du eines hoch und wählst es für die Titelseite des Ausweises aus — ein Handyfoto genügt. Hilfreich ist zusätzlich ein Foto der Heizung oder ihres Typschilds, aber auch das ist freiwillig.
Muss die Wohnfläche auf den Quadratmeter genau sein?
Du musst nichts neu vermessen. Nimm die Angabe aus dem Kaufvertrag, dem Mietvertrag, der Nebenkostenabrechnung oder einer vorhandenen Wohnflächenberechnung. Da die Kennwerte pro Quadratmeter berechnet werden, sollte der Wert realistisch sein — die übliche dokumentierte Fläche reicht aus.
Fachlich geprüft von Dipl.-Ing. Thorsten Seckert (TU Darmstadt), nach § 88 GModG ausstellungsberechtigt · Stand: 27. August 2026
