JavaScript muss aktiviert werden, um die App zu verwenden. Welche Angaben Müssen In Immobilienanzeigen Laut GEG Enthalten Sein

Welche Angaben Müssen In Immobilienanzeigen Laut GEG Enthalten Sein

Welche Angaben Müssen In Immobilienanzeigen Laut GEG Enthalten Sein
ca. 12 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

Welche Angaben muss ich als Eigentümer in meine Immobilienanzeige aufnehmen, wenn ich mein Gebäude verkaufen oder vermieten will?

  1. Bei Wohngebäuden musst du genau fünf Angaben aus deinem Energieausweis angeben: die Ausweisart, den Endenergiebedarf oder -verbrauch, den wesentlichen Energieträger der Heizung, das Baujahr des Gebäudes und die Energieeffizienzklasse.
  2. Du musst diese Angaben nur in die kommerzielle Anzeige aufnehmen, wenn zum Zeitpunkt des Schaltens der Anzeige bereits ein gültiger Energieausweis vorliegt.
  3. Fehlen diese Pflichtangaben, droht eine Geldbuße von bis zu 10.000 Euro.

Rechtsgrundlage heute: Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals GEG). Die Regeln zum Energieausweis sind gleich geblieben.

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Was hast du mit der Immobilie vor?

Wusstest du? Ein Energieausweis gilt zehn Jahre und immer für das ganze Gebäude, nicht nur für eine Wohnung. In 2 Minuten von Kasten zu Kasten ↓

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Markierungen: Pflicht Frist / Bußgeld Spartipp Begriff

Inhalt dieses Artikels · 14 Abschnitte
  1. Die kurze Antwort
  2. Die 5 Pflichtangaben bei Wohngebäuden auf einen Blick
  3. Was gilt bei Nichtwohngebäuden?
  4. So formulierst du die Pflichtangaben richtig
  5. Ausstellungsdatum des Energieausweises: Muss es in die Anzeige?
  6. Was hat sich geändert? Primärenergiebedarf statt Endenergiekennwert
  7. Wann müssen die Angaben in der Anzeige stehen?
  8. Was, wenn der Energieausweis noch nicht vorliegt?
  9. Wer ist für die Pflichtangaben verantwortlich?
  10. Was passiert bei fehlenden oder falschen Angaben?
  11. Typische Fehler bei Energieangaben in Immobilienanzeigen
  12. Was nicht zu den fünf Pflichtangaben gehört
  13. Wenn der Energieausweis noch fehlt
  14. FAQ: Häufige Fragen zu Pflichtangaben in Immobilienanzeigen nach § 87 GModG

Kurz zusammengefasst: Wer nach den Pflichtangaben in Immobilienanzeigen „laut GEG" sucht, findet die aktuelle Regelung in § 87 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG), dem Nachfolger des GEG. Bei Wohngebäuden sind fünf Angaben aus dem Energieausweis Pflicht: Ausweisart, Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch, wesentlicher Energieträger der Heizung, Baujahr und Energieeffizienzklasse. Gegenüber der früheren GEG-Fassung hat sich ein wichtiger Punkt geändert: Statt des Endenergiekennwerts muss jetzt der Primärenergiekennwert in der Anzeige stehen. Fehlen die Angaben, droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro.

Die kurze Antwort

Welche Angaben in Immobilienanzeigen laut GEG enthalten sein müssen, ist eine der häufigsten Fragen rund um Energieausweise. Die aktuelle Rechtsgrundlage ist allerdings nicht mehr das Gebäudeenergiegesetz (GEG) unter diesem Namen, sondern das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Das GModG hat das GEG abgelöst. Die Pflichtangaben für Immobilienanzeigen regelt § 87 GModG.

Wenn beim Schalten einer kommerziellen Anzeige für den Verkauf, die Vermietung, Verpachtung oder das Leasing einer Immobilie bereits ein gültiger Energieausweis existiert, gehören die darin enthaltenen Energiedaten in die Anzeige. Das gilt für Wohngebäude und Nichtwohngebäude gleichermaßen, allerdings mit unterschiedlichen Angaben.

Die zentrale Änderung gegenüber der früheren GEG-Fassung: In der Immobilienanzeige muss jetzt der Primärenergiekennwert stehen, nicht mehr der Endenergiekennwert. Wer noch eine Anzeige mit Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch geschaltet hat, sollte die Werte aktualisieren.

Wer noch keinen gültigen Energieausweis hat, kann den Energieausweis online erstellen und bekommt eine kostenlose Vorschau des Kennwerts und der Effizienzklasse, bevor die Zahlung fällig wird.

Die 5 Pflichtangaben bei Wohngebäuden auf einen Blick

Für Wohngebäude verlangt § 87 GModG genau fünf Angaben aus dem Energieausweis. Hier die Übersicht, welche Angaben in der Immobilienanzeige enthalten sein müssen:

Pflichtangabe Was einzutragen ist Beispiel
Art des Energieausweises Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis „Energieausweis: Verbrauchsausweis"
Primärenergiekennwert Primärenergiebedarf (Bedarfsausweis) oder Primärenergieverbrauch (Verbrauchsausweis) „Primärenergieverbrauch: 82 kWh/(m²·a)"
Wesentlicher Energieträger der Heizung Hauptenergieträger laut Ausweis „Erdgas"
Baujahr des Gebäudes Baujahr laut Ausweis „1998"
Energieeffizienzklasse Klasse laut Ausweis (A+ bis H) „C"

Wichtig: Bei einem Bedarfsausweis steht in der Anzeige „Primärenergiebedarf", bei einem Verbrauchsausweis „Primärenergieverbrauch". Die beiden Begriffe sind nicht austauschbar. § 87 GModG unterscheidet sie bewusst, genau wie zuvor beim Endenergiekennwert die Verwechslung von „Bedarf" und „Verbrauch" zu den häufigsten Fehlern gehörte.

Wer unsicher ist, ob ein Verbrauchs- oder Bedarfsausweis nötig ist, findet die Antwort in der Übersicht dazu, welchen Ausweis man braucht.

Verkauf oder Vermietung: wann muss der Ausweis da sein?

Tipp eine Karte an.

1. In der Anzeige

Schon in der Immobilienanzeige gehören die Kennwerte aus dem Energieausweis hinein, darunter die Effizienzklasse.

2. Bei der Besichtigung

Spätestens bei der Besichtigung legst du den Ausweis vor, unaufgefordert, im Original oder als Kopie.

3. Nach Vertragsschluss

Nach dem Kauf- oder Mietvertrag übergibst du den Ausweis unverzüglich an Käufer oder neuen Mieter, im Original oder als Kopie.

Und wenn nicht?

Fehlen die Pflichtangaben in der Anzeige, ist das eine Ordnungswidrigkeit, das Bußgeld kann bis zu 10.000 € betragen. Verantwortlich ist, wer die Anzeige schaltet, also auch der Makler.

Rechtsgrundlage: GModG (vormals GEG). Wer selbst im Haus wohnt und nicht verkauft oder vermietet, braucht keinen Ausweis.

Was gilt bei Nichtwohngebäuden?

Bei Nichtwohngebäuden unterscheiden sich die Angaben, die in Immobilienanzeigen gemäß § 87 GModG enthalten sein müssen, in einem zentralen Punkt:

  • Art des Energieausweises ist ebenfalls erforderlich.
  • Der Primärenergiekennwert muss getrennt für Wärme und Strom angegeben werden.
  • Der wesentliche Energieträger der Heizung gehört in die Anzeige.

Baujahr und Energieeffizienzklasse sind bei Nichtwohngebäuden nicht in derselben Form als Pflichtangaben vorgeschrieben wie bei Wohngebäuden.

So formulierst du die Pflichtangaben richtig

Viele Immobilienportale bieten Eingabefelder für die Energiedaten. Falls du die Angaben als Freitext formulierst, orientiere dich an diesen Vorlagen. Die Zahlen sind Beispiele. Die tatsächlichen Werte kommen aus dem gültigen Energieausweis.

Beispiel Verbrauchsausweis (Wohngebäude)

Energieausweis: Verbrauchsausweis
Primärenergieverbrauch: 82 kWh/(m²·a)
Wesentlicher Energieträger Heizung: Erdgas
Baujahr Gebäude: 1998
Energieeffizienzklasse: C

Beispiel Bedarfsausweis (Wohngebäude)

Energieausweis: Bedarfsausweis
Primärenergiebedarf: 156 kWh/(m²·a)
Wesentlicher Energieträger Heizung: Heizöl
Baujahr Gebäude: 1972
Energieeffizienzklasse: E

Beispiel Nichtwohngebäude

Energieausweis: Bedarfsausweis
Primärenergiebedarf Wärme: 105 kWh/(m²·a)
Primärenergiebedarf Strom: 40 kWh/(m²·a)
Wesentlicher Energieträger Heizung: Fernwärme

Die Effizienzklassen für Wohngebäude reichen von A+ bis H. Eine ausführliche Erklärung bietet der Ratgeber zu den Effizienzklassen A bis H.

Effizienzklassen A+ bis H — tipp eine Klasse an.

Klasse D: 100–130 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für teilsanierter Bestand.

Die Klasse steht auf Seite 1 deines Ausweises und gehört bei Verkauf oder Vermietung in die Anzeige.

Deine Klasse herausfinden: Verbrauchsausweis erstellen →

Ausstellungsdatum des Energieausweises: Muss es in die Anzeige?

Eine häufige Frage in Foren und auf Reddit: Muss das Ausstellungsdatum des Energieausweises in der Immobilienanzeige stehen? Die klare Antwort: Nein. § 87 GModG listet das Ausstellungsdatum nicht unter den Pflichtangaben auf. Weder bei Wohngebäuden noch bei Nichtwohngebäuden ist es vorgeschrieben.

Trotzdem hat das Ausstellungsdatum praktische Bedeutung. Energieausweise gelten zehn Jahre ab Ausstellung. Wie lange ein Energieausweis gültig ist, bestimmt sich also direkt über dieses Datum. Wer einen Ausweis verwendet, dessen Ausstellungsdatum mehr als zehn Jahre zurückliegt, nutzt einen abgelaufenen Ausweis. Das ist kein gültiger Energieausweis mehr, und die daraus entnommenen Werte dürfen nicht in die Anzeige.

Manche Makler nennen das Ausstellungsdatum freiwillig in der Anzeige, um Transparenz zu signalisieren. Auf Immobilienportalen wie ImmobilienScout24 gibt es dafür teilweise eigene Eingabefelder. Das schadet nicht, ist aber keine Pflicht. Wichtig ist, dass der zugrunde liegende Ausweis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch gültig ist.

Praktiker auf Reddit berichten, dass Kaufinteressenten gelegentlich nach dem Ausstellungsdatum fragen, weil sie einschätzen wollen, ob der Ausweis noch aktuell ist. Wer diese Frage proaktiv beantwortet, spart sich Rückfragen.

Was hat sich geändert? Primärenergiebedarf statt Endenergiekennwert

Unter dem früheren GEG musste in Immobilienanzeigen der Endenergiekennwert stehen, also der Endenergiebedarf (bei Bedarfsausweisen) oder Endenergieverbrauch (bei Verbrauchsausweisen). Viele Eigentümer und Makler kennen diese Regelung noch. Mit dem GModG hat sich dieser Punkt geändert: § 87 GModG verlangt jetzt den Primärenergiekennwert.

Der Unterschied zwischen beiden Werten: Der Endenergiebedarf beschreibt, wie viel Energie am Gebäude ankommt, um es zu heizen, mit Warmwasser zu versorgen und gegebenenfalls zu kühlen. Der Primärenergiebedarf berücksichtigt zusätzlich die gesamte Energiekette, von der Förderung des Rohstoffs über den Transport bis zur Umwandlung im Heizkessel oder der Wärmepumpe. Erneuerbare Energieträger erhalten dabei günstigere Primärenergiefaktoren als fossile Brennstoffe. Mehr zu den Unterschieden erklärt der Ratgeber zu Endenergiebedarf vs. Primärenergiebedarf.

Warum ist die Umstellung wichtig? Der Primärenergiekennwert bildet den ökologischen Fußabdruck eines Gebäudes besser ab. Gebäude mit Wärmepumpe oder Fernwärme profitieren von niedrigeren Primärenergiefaktoren und schneiden bei diesem Wert deutlich besser ab als beim Endenergiekennwert. Gebäude mit fossiler Heizung (Öl, Gas) zeigen dagegen höhere Primärenergiewerte als Endenergiewerte.

In der Praxis bedeutet das: Wer noch den alten Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch in der Immobilienanzeige stehen hat, muss die Angabe auf den Primärenergiekennwert aus dem aktuellen Energieausweis umstellen. Den Endenergiebedarf freiwillig zusätzlich anzugeben ist möglich, aber nicht mehr vorgeschrieben.

Im Bedarfsausweis nach DIN V 18599 ist der Primärenergiebedarf auf der ersten Seite ausgewiesen. Im Verbrauchsausweis findet sich der entsprechende Primärenergieverbrauch ebenfalls im Dokument.

In Foren taucht regelmäßig die Frage auf, ob der Endenergiebedarf weiterhin freiwillig ergänzt werden sollte. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, gerade weil viele Interessenten den Endenergiewert noch als Vergleichsgröße gewohnt sind. Pflicht ist es nach § 87 GModG aber nicht mehr.

Wer den Verbrauchsausweis online erstellen möchte, bekommt im fertigen Dokument automatisch die richtigen Werte für die Immobilienanzeige ausgewiesen.

Wann müssen die Angaben in der Anzeige stehen?

Die Pflicht, Energiedaten in der Immobilienanzeige anzugeben, greift unter zwei Bedingungen gleichzeitig:

Kommerzielles Medium. Die Anzeige erscheint in einem Immobilienportal, auf einer Maklerwebsite, in einer Zeitungsanzeige, einem Schaufensteraushang oder einem vergleichbaren kommerziellen Kanal. Private Aushänge am Schwarzen Brett fallen in der Regel nicht darunter.

Energieausweis liegt beim Schalten vor. Wenn zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ein gültiger Energieausweis existiert, müssen die Pflichtangaben in die Anzeige. Es genügt nicht, nur „Energieausweis vorhanden" zu schreiben.

Unabhängig von der Anzeigenpflicht nach § 87 GModG muss bei Verkauf oder Neuvermietung spätestens bei der Besichtigung ein gültiger Energieausweis vorgelegt werden können. Das regelt § 80 GModG. Mehr zu den genauen Fristen erklärt der Ratgeber zu Fristen bei Vermietung.

Was, wenn der Energieausweis noch nicht vorliegt?

Dieser Punkt wird oft falsch dargestellt. § 87 GModG sagt: Die Pflichtangaben gehören in die Anzeige, wenn beim Schalten ein Energieausweis vorliegt. Liegt noch keiner vor, müssen die Energiewerte zu diesem Zeitpunkt nicht in der Anzeige stehen.

Das bedeutet aber nicht, dass sich der Ausweis auf die lange Bank schieben lässt. Für Verkauf und Neuvermietung verlangt § 80 GModG grundsätzlich einen gültigen Energieausweis, der spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden muss.

Ein Beitrag des IVD (Immobilienverband Deutschland) auf LinkedIn bestätigt diese Lesart: Inserieren ohne Energieausweis ist möglich, aber der Ausweis muss spätestens zur Besichtigung vorliegen. Auf Reddit fragen Nutzer regelmäßig, ob sie „Energieausweis ist beantragt" in die Anzeige schreiben dürfen. Die Antwort: Inserieren ist möglich, solange der Ausweis noch nicht existiert, aber sobald er da ist, muss die Anzeige mit den Pflichtangaben nach § 87 GModG aktualisiert werden. Außerdem berichten Käufer auf Reddit, dass Banken im Finanzierungsprozess einen gültigen Energieausweis verlangen, was den Ablauf zusätzlich verzögern kann.

Der sicherste Weg: Den Energieausweis vor der Anzeige erstellen und die Werte direkt eintragen.

Wer ist für die Pflichtangaben verantwortlich?

§ 87 GModG nennt als verantwortliche Personen: Verkäufer, Vermieter, Verpächter, Leasinggeber und Immobilienmakler, sofern sie die Veröffentlichung der Anzeige verantworten.

In der Praxis heißt das:

  • Wer als Eigentümer selbst inseriert, ist verantwortlich.
  • Wenn ein Makler die Anzeige schaltet, kann der Makler ebenfalls verantwortlich sein. Mehr dazu im Ratgeber zur Frage, ob ein Makler den Energieausweis vorlegen muss.
  • Immobilienportale stellen oft Eingabefelder bereit. Die korrekte Befüllung bleibt Aufgabe des Inserenten oder Maklers, nicht des Portals.

Manche Quellen vereinfachen diesen Punkt und behaupten, nur der Eigentümer sei verantwortlich. Das ist falsch. Der Gesetzestext schließt Makler ausdrücklich ein, wenn sie die Veröffentlichung verantworten.

Was passiert bei fehlenden oder falschen Angaben?

Ein Verstoß gegen die Pflichtangaben in Immobilienanzeigen nach § 87 GModG ist eine Ordnungswidrigkeit. Die Geldbuße kann bis zu 10.000 Euro betragen.

In der Praxis sind vor allem Makler dem Risiko einer wettbewerbsrechtlichen Abmahnung durch Mitbewerber ausgesetzt. Aber auch für private Verkäufer und Vermieter gilt: Die Angaben korrekt einzutragen ist der einfachste Weg, Probleme zu vermeiden. Werte nie schätzen, sondern immer aus dem gültigen Energieausweis übernehmen. Wer unsicher ist, welche Konsequenzen drohen, findet Details im Ratgeber zu Bußgeldern ohne Energieausweis.

Typische Fehler bei Energieangaben in Immobilienanzeigen

Wenn es darum geht, welche Angaben in Immobilienanzeigen laut GEG (jetzt GModG) enthalten sein müssen, treten folgende Fehler besonders häufig auf:

  1. „Energieausweis vorhanden" ohne Werte. Reicht nicht. Wenn der Ausweis vorliegt, müssen die konkreten Pflichtangaben in der Anzeige stehen.

  2. Primärenergiebedarf und Primärenergieverbrauch verwechseln. Beim Bedarfsausweis heißt es „Primärenergiebedarf", beim Verbrauchsausweis „Primärenergieverbrauch". Die falsche Bezeichnung ist ein inhaltlicher Fehler.

  3. Endenergiekennwert statt Primärenergiekennwert eintragen. Viele Inserenten verwenden noch den Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch in der Anzeige, weil sie die alte GEG-Regelung im Kopf haben. § 87 GModG verlangt jetzt den Primärenergiekennwert. Beide Werte stehen im Ausweis, aber nur der Primärenergiewert gehört in die Anzeige.

  4. Energieeffizienzklasse vergessen. Bei Wohngebäuden ist die Klasse Pflicht und fehlt trotzdem in vielen Anzeigen.

  5. Werte aus einem abgelaufenen Ausweis verwenden. Energieausweise gelten zehn Jahre ab Ausstellungsdatum. Ein abgelaufener Ausweis ist kein gültiger Ausweis.

  6. Werte schätzen, weil der Ausweis noch fehlt. Niemals Kennwerte erfinden. Entweder liegt ein gültiger Ausweis vor, oder es muss einer beantragt werden.

  7. Einzelne Wohnung statt Gebäude bewerten wollen. Der Energieausweis wird in der Regel für das gesamte Gebäude ausgestellt, nicht für eine einzelne Wohnung. Mehr dazu im Ratgeber zum Energieausweis für eine Wohnung.

  8. Nach Sanierung alte Werte ungeprüft verwenden. Auf Reddit berichtete ein Nutzer, dass ein Vermieter nach umfangreicher Sanierung noch die alten Energiewerte aus dem Vor-Sanierungs-Ausweis verwendete. Wenn sich die energetischen Eigenschaften des Gebäudes wesentlich verändert haben, sollte geprüft werden, ob ein neuer Energieausweis nötig ist.

  9. Ausstellungsdatum nicht prüfen. Wer einen alten Ausweis aus der Schublade zieht und das Ausstellungsdatum nicht kontrolliert, riskiert, Werte aus einem längst ungültigen Dokument zu verwenden. Das Ausstellungsdatum muss nicht in die Anzeige, aber es bestimmt, ob der Ausweis überhaupt noch gültig ist.

Was nicht zu den fünf Pflichtangaben gehört

Nicht alles, was im Energieausweis steht, muss in die Anzeige. Zu den fünf Pflichtangaben nach § 87 GModG bei Wohngebäuden gehören ausdrücklich nicht:

  • Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch (seit dem GModG nicht mehr Pflicht in der Anzeige, auch wenn der Wert im Ausweis steht)
  • CO₂-Emissionen
  • Registriernummer des Ausweises
  • Ausstellungsdatum des Ausweises
  • Modernisierungsempfehlungen
  • Baujahr des Wärmeerzeugers
  • Der vollständige Energieausweis als PDF

Diese Daten sind teilweise im Energieausweis enthalten und können freiwillig ergänzt werden. Pflicht in der Anzeige sind sie nach § 87 GModG nicht. Gerade den Endenergiebedarf zusätzlich zu nennen kann für Interessenten hilfreich sein, die den Wert als Vergleichsgröße kennen. Wer wissen möchte, welche Daten der Ausweis insgesamt enthält, findet das im Ratgeber zum Aufbau des Energieausweises.

Wenn der Energieausweis noch fehlt

Wer eine Immobilie verkaufen oder neu vermieten will und noch keinen gültigen Energieausweis hat, sollte sich darum vor dem Inserieren kümmern. Dann lassen sich die Pflichtangaben nach § 87 GModG direkt in die Immobilienanzeige eintragen. Vollständige Energieangaben helfen nicht nur rechtlich. Praktiker auf Reddit berichten, dass Kaufinteressenten Anzeigen ohne Energiedaten als unseriös empfinden und solchen Exposés weniger Vertrauen entgegengebracht wird.

Vorab lohnt ein Blick auf die Übersicht, welche Unterlagen gebraucht werden.

Bei EnergieausweisApp lässt sich der Energieausweis online erstellen, in wenigen Minuten und mit kostenloser Vorschau des Kennwerts und der Effizienzklasse vor der Zahlung. Jeder Ausweis wird fachlich geprüft und von einem qualifizierten Dipl.-Ing. unterschrieben, ist GModG-konform und gilt zehn Jahre.

Kurz getestet: 3 Fragen

1. Wie lange gilt ein Energieausweis?
Auflösung

Ein Energieausweis gilt zehn Jahre ab Ausstellung.

2. Wann muss der Ausweis beim Verkauf spätestens vorliegen?
Auflösung

Spätestens bei der Besichtigung, unaufgefordert, im Original oder als Kopie.

3. Du wohnst selbst im Haus und verkaufst oder vermietest nicht. Brauchst du einen Energieausweis?
Auflösung

Nein. Die Pflicht greift erst bei Verkauf oder Neuvermietung.

FAQ: Häufige Fragen zu Pflichtangaben in Immobilienanzeigen nach § 87 GModG

Welche Angaben müssen laut GModG (ehemals GEG) in die Immobilienanzeige?

Bei Wohngebäuden sind es fünf: Art des Energieausweises, Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch, wesentlicher Energieträger der Heizung, Baujahr des Gebäudes und Energieeffizienzklasse. Bei Nichtwohngebäuden muss der Primärenergiekennwert für Wärme und Strom getrennt angegeben werden. Grundlage ist § 87 GModG.

Stimmt es, dass jetzt der Primärenergiebedarf statt des Endenergiebedarfs in die Anzeige muss?

Ja. Unter dem früheren GEG war der Endenergiekennwert vorgeschrieben. Mit dem GModG hat sich das geändert: § 87 GModG verlangt jetzt den Primärenergiekennwert. Der Endenergiewert steht weiterhin im Ausweis und darf freiwillig ergänzt werden, ist aber nicht mehr Pflichtangabe in der Anzeige.

Muss der Energieausweis schon vor der Anzeige vorliegen?

§ 87 GModG verlangt die Angaben in der Anzeige, wenn beim Schalten ein Energieausweis vorliegt. Für Verkauf und Neuvermietung wird aber grundsätzlich ein gültiger Ausweis benötigt, der spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden muss (§ 80 GModG). Der sicherste Weg ist, den Ausweis vor dem Inserieren zu erstellen.

Reicht „Energieausweis liegt vor" in der Anzeige?

Nein. Wenn der Ausweis vorliegt, reicht dieser Satz nicht. Die konkreten Pflichtangaben aus § 87 GModG müssen mit den tatsächlichen Werten in der Anzeige stehen.

Wer haftet für fehlende Angaben in der Immobilienanzeige?

§ 87 GModG nennt Verkäufer, Vermieter, Verpächter, Leasinggeber und Immobilienmakler, wenn sie die Veröffentlichung verantworten. Der Makler ist also nicht automatisch aus der Verantwortung.

Welche Strafe droht bei fehlenden Pflichtangaben?

Ein Verstoß gegen § 87 GModG kann als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Gelten die Pflichtangaben auch bei einer Eigentumswohnung?

Ja, wenn die Wohnung in einem kommerziellen Medium zum Verkauf oder zur Vermietung angeboten wird. Die Energiekennwerte stammen dabei meist aus dem Energieausweis für das gesamte Gebäude, nicht für die einzelne Wohnung. Energieausweise werden grundsätzlich für Gebäude ausgestellt.

Was ist der Unterschied zwischen Primärenergiebedarf und Primärenergieverbrauch in der Anzeige?

Der Primärenergiebedarf wird rechnerisch ermittelt und steht im Bedarfsausweis. Der Primärenergieverbrauch basiert auf tatsächlichen Verbrauchsdaten (umgerechnet mit Primärenergiefaktoren) und steht im Verbrauchsausweis. In der Immobilienanzeige muss die Bezeichnung stehen, die zum vorhandenen Ausweistyp passt.

Muss das Ausstellungsdatum des Energieausweises in die Anzeige?

Nein. Das Ausstellungsdatum gehört nicht zu den Pflichtangaben nach § 87 GModG. Es ist aber wichtig, um die Gültigkeit des Ausweises zu prüfen. Energieausweise gelten zehn Jahre ab Ausstellung.

Muss der Endenergiekennwert noch in die Immobilienanzeige?

Nein. Seit dem GModG ist der Endenergiekennwert keine Pflichtangabe in der Anzeige mehr. § 87 GModG verlangt stattdessen den Primärenergiekennwert. Der Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch steht weiterhin im Energieausweis und darf freiwillig in der Anzeige ergänzt werden.


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