Energieausweis Verkaufsargument 2026: Preis & Finanzierung

Kurz zusammengefasst
Der Energieausweis ist weit mehr als eine gesetzliche Pflicht. Er beeinflusst, wie Käufer eine Immobilie bewerten, welchen Preis sie bereit sind zu zahlen und ob ihre Bank die Finanzierung überhaupt bewilligt. Wer den Energieausweis als Verkaufsargument gezielt in der Vermarktung einsetzt, verkauft schneller und zu besseren Konditionen. Und wer die Heizkosten konkret beziffern kann, nimmt Käufern die größte Unsicherheit.
Der Energieausweis gehört zum Immobilienverkauf wie der Grundriss zum Exposé. Seit Jahren ist er Pflicht in jeder Immobilienanzeige. Trotzdem behandeln viele Verkäufer ihn als lästige Formalität, die man irgendwann vor der Besichtigung zusammensucht. Das ist ein Fehler, denn das Thema Energieausweis Verkaufsargument zeigt: Der Ausweis wirkt direkt auf den Preis.
Auf energieausweisapp.de lässt sich der Energiekennwert und die Effizienzklasse kostenlos in der Vorschau prüfen, bevor man zahlt.
Was bedeutet „Energieausweis Verkaufsargument"?
Der Begriff Energieausweis Verkaufsargument beschreibt die aktive Nutzung des Energieausweises über die gesetzliche Pflicht hinaus. Statt den Ausweis nur vorzulegen, weil das Gesetz es verlangt, wird er gezielt eingesetzt, um Kaufinteressenten zu überzeugen, Preisverhandlungen zu steuern und die Finanzierbarkeit der Immobilie zu sichern.
Relevant ist das für Verkäufer, Makler und Vermieter gleichermaßen. Auch Käufer profitieren, denn der Ausweis macht die Energiekosten vergleichbar und liefert Argumente für oder gegen einen Kaufpreis.
Der Energieausweis als Verkaufsargument funktioniert in zwei Richtungen: Bei guten Werten stärkt er die Verhandlungsposition. Bei schlechten Werten hilft die richtige Kommunikation, den Preis dennoch fair zu verhandeln.
Warum der Energieausweis mehr als eine Pflicht ist
Die gesetzliche Basis
Bevor eine Immobilie inseriert wird, müssen bestimmte Energiewerte angegeben werden. § 87 GEG schreibt für Wohngebäude fünf Pflichtangaben in jeder kommerziellen Anzeige vor:
- Art des Energieausweises (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis)
- Endenergiekennwert in kWh/(m²·a)
- Wesentlicher Energieträger für die Heizung
- Baujahr des Gebäudes
- Energieeffizienzklasse (A+ bis H)
Verantwortlich ist der Verkäufer, Vermieter oder der beauftragte Makler. Weitere Details zu den Pflichtangaben in Immobilienanzeigen finden sich im ausführlichen Ratgeber.
Was passiert bei Verstößen
Fehlende oder falsche Angaben sind eine Ordnungswidrigkeit. Laut § 108 GEG drohen Bußgelder bis 10.000 Euro. In der Praxis liegen Erststrafen meist zwischen 200 und 3.000 Euro, bei Wiederholungsfällen deutlich höher.
Dazu kommt ein Risiko, das viele übersehen: Fehlende Pflichtangaben können als irreführende Unterlassung nach § 5a UWG abgemahnt werden. Die Kosten einer solchen Abmahnung übersteigen das Bußgeld oft bei Weitem. Allein deshalb lohnt es sich, den Energieausweis frühzeitig zu beschaffen. Der Ausweis kostet deutlich weniger als das Bußgeld. Aktuelle Preise stehen hier.
Aber die Pflicht ist nur der Ausgangspunkt. Der eigentliche Wert beim Thema Energieausweis Verkaufsargument liegt darin, was der Ausweis über den Gebäudewert aussagt.
So beeinflusst der Energieausweis den Verkaufspreis
Die Zahlen sind eindeutig
Laut einer immowelt-Analyse (2025) erzielen Häuser mit Effizienzklasse A+ im bundesweiten Durchschnitt einen Preisaufschlag von 16 Prozent gegenüber der mittleren Klasse D. Häuser mit der schlechtesten Klasse H werden dagegen rund 14 Prozent günstiger angeboten. Bei Eigentumswohnungen ist der Effekt noch stärker: Hier liegt der Aufschlag für Top-Effizienz bei bis zu 23 Prozent.
Zwischen A+ und H entsteht so eine Preisspanne von rund 30 Prozent, die allein auf die Energiebilanz zurückgeht. Der Energieausweis wird damit zum Verkaufsargument mit messbarem Einfluss auf den erzielbaren Preis.
In ländlichen Regionen ist die Schere noch weiter offen. Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in Kooperation mit ImmoScout24 zeigen: In Klein- und Mittelstädten wurden Immobilien der Klasse H im Schnitt 45 Prozent günstiger angeboten als Klasse A+, in ländlichen Gebieten sogar bis zu 51 Prozent.
Eine wichtige Einordnung
Verschiedene Analysen (unter anderem von empirica regio) weisen darauf hin, dass die reine Preisdifferenz zwischen den Effizienzklassen teilweise mit dem Baualter des Gebäudes überlappt. Ältere Gebäude haben oft schlechtere Energiewerte und gleichzeitig andere preismindernde Faktoren. Der energiebedingte Preisabschlag ist also real, aber seine Höhe wird in manchen Studien etwas überschätzt. Diese Differenzierung zeigt Käufern und Verkäufern gleichermaßen, dass der Energieausweis ein wichtiger, aber nicht der einzige Faktor ist. Eine Übersicht zu den Effizienzklassen A bis H liefert der verlinkte Beitrag.
Heizkosten konkret beziffern: So wird der Energieausweis Verkaufsargument
Die meisten Käufer können mit einem Endenergiekennwert von 180 kWh/(m²·a) wenig anfangen. Was sie interessiert: Was kostet mich die Heizung pro Monat? Wer diese Frage im Exposé oder im Gespräch beantwortet, macht den Energieausweis zum Verkaufsargument mit echter Wirkung.
Vom Kennwert zur monatlichen Heizkostenprognose
Die Umrechnung ist keine Raketenwissenschaft. Der Endenergiekennwert multipliziert mit der Gebäudenutzfläche ergibt den jährlichen Energieverbrauch in kWh. Multipliziert mit dem aktuellen Preis pro kWh des jeweiligen Energieträgers entsteht eine belastbare Jahresschätzung.
Ein Beispiel: Ein Haus mit 150 m² Gebäudenutzfläche und einem Endenergiekennwert von 120 kWh/(m²·a) verbraucht rechnerisch 18.000 kWh pro Jahr. Bei einem Gaspreis von etwa 10 Cent/kWh (Stand 2025/2026) ergeben sich rund 1.800 Euro Heizkosten jährlich, also 150 Euro im Monat. Bei Klasse H mit 250 kWh/(m²·a) wären es dagegen rund 312 Euro monatlich.
| Effizienzklasse | Kennwert (ca.) | Jahresverbrauch (150 m²) | Monatliche Heizkosten (Gas) |
|---|---|---|---|
| B | 75 kWh/(m²·a) | 11.250 kWh | ca. 94 € |
| D | 130 kWh/(m²·a) | 19.500 kWh | ca. 163 € |
| F | 200 kWh/(m²·a) | 30.000 kWh | ca. 250 € |
| H | 250+ kWh/(m²·a) | 37.500 kWh | ca. 312 € |
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Warum Käufer Zahlen statt Buchstaben brauchen
Praktiker auf Reddit und in Immobilienforen berichten immer wieder, dass Käufer die Effizienzklasse allein oft falsch einschätzen. „Klasse E klingt für viele nach Durchschnitt, bis man die Heizkosten vorrechnet", schrieb ein Makler in einem Forum. Die konkrete Zahl in Euro wirkt stärker als jeder Buchstabe auf der Farbskala.
Verkäufer mit guten Werten sollten die niedrigen Heizkosten deshalb direkt ins Exposé schreiben, am besten als Monatsangabe. Das macht den Vorteil sofort greifbar und unterscheidet das Angebot von Inseraten, die nur die Pflichtangaben abliefern.
Auch bei schlechten Werten hilft die Konkretisierung. Wer die aktuellen Heizkosten benennt und gleichzeitig zeigt, wie sie nach einer Sanierung sinken könnten, gibt Käufern eine Grundlage für ihre Kalkulation. Die Heizkostenabrechnungen als Datenquelle zu nutzen, ist dabei der erste Schritt.
Energiepreisentwicklung als Argument
Die Gaspreise in Deutschland haben sich zwischen 2020 und 2023 zwischenzeitlich verdreifacht und sind seitdem wieder gesunken, liegen aber deutlich über dem Vor-Krisen-Niveau. Wer ein Haus mit niedrigem Energieverbrauch verkauft, kann auf die geringere Anfälligkeit für Preisspitzen hinweisen. Das ist keine Spekulation, sondern einfache Mathematik: Bei halbierten Verbrauchswerten halbiert sich auch die Belastung durch Preissprünge.
Die Bankseite: Finanzierung als Verkaufsargument
Hier wird es für Verkäufer besonders relevant, obwohl es kaum jemand thematisiert. Viele Banken bewerten den Beleihungswert einer Immobilie mit schlechter Energiebilanz niedriger als den vereinbarten Kaufpreis. Der Käufer muss die Differenz mit Eigenkapital ausgleichen.
Das bedeutet: Eine Immobilie der Klasse F, G oder H ist nicht nur teurer im Unterhalt, sondern für viele potenzielle Käufer schlicht schwerer zu finanzieren. Der Pool an Kaufinteressenten schrumpft, und die Verhandlungsposition als Verkäufer wird schwächer.
Umgekehrt gilt: Gute Energiewerte machen eine Immobilie finanzierungsfreundlich. Käufer bekommen leichter einen Kredit, brauchen weniger Eigenkapital und können schneller zuschlagen. Auch dieser Aspekt macht den Energieausweis zum Verkaufsargument, das weit über die monatlichen Heizkosten hinausgeht.
Einige Banken bieten mittlerweile auch „grüne Baudarlehen" mit besseren Konditionen für energieeffiziente Gebäude an. Wer ein Haus der Klasse A oder B verkauft, kann diesen Finanzierungsvorteil im Gespräch erwähnen.
Falls der Energieausweis Effizienzklasse H zeigt, lohnt sich ein Blick in den separaten Ratgeber zu den konkreten Konsequenzen.
Rechtssicherheit und Notarprüfung: Der Energieausweis im Kaufvertrag
Ein Punkt, den viele Verkäufer unterschätzen: Der Energieausweis spielt nicht nur in der Vermarktung eine Rolle, sondern auch beim Notar. Und hier kann ein fehlender oder fehlerhafter Ausweis den gesamten Verkaufsprozess verzögern.
Was der Notar prüft
Seit der Novellierung des GEG achten Notare verstärkt darauf, ob der Energieausweis vorliegt und ob er dem Käufer nachweislich zugänglich gemacht wurde. § 80 GEG verpflichtet den Verkäufer, den Ausweis spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und dem Käufer nach Vertragsschluss eine Kopie zu übergeben.
Manche Notare vermerken die Übergabe des Energieausweises mittlerweile explizit im Kaufvertrag. Das ist keine gesetzliche Pflicht, aber gängige Praxis, um Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen. Fehlt der Ausweis bei der Beurkundung, weisen erfahrene Notare darauf hin und empfehlen, die Übergabe vertraglich zu regeln.
Warum Rechtssicherheit ein Verkaufsargument ist
Käufer, die eine Immobilie finanzieren, legen den Kaufvertrag ihrer Bank vor. Steht dort, dass der Energieausweis ordnungsgemäß übergeben wurde, ist das ein Signal der Professionalität. Fehlt diese Dokumentation, kann es zu Rückfragen oder Verzögerungen bei der Kreditfreigabe kommen.
Praktiker auf Immobilienforen berichten, dass gerade bei höherpreisigen Objekten die saubere Dokumentation des Energieausweises im Kaufvertrag zunehmend erwartet wird. Ein Makler schrieb in einer Diskussion: „Wir bereiten den Ausweis inzwischen genauso sorgfältig vor wie die Grundbuchauszüge. Fehlt er beim Notar, wirkt das unprofessionell."
Haftungsrisiken bei fehlerhaften Angaben
Ein weiterer Aspekt, der Rechtssicherheit betrifft: Stimmen die Angaben im Energieausweis nicht mit der Realität überein (etwa weil falsche Verbrauchsdaten eingegeben wurden), kann der Käufer unter Umständen Gewährleistungsansprüche geltend machen. Das Risiko ist überschaubar, wenn der Ausweis korrekt erstellt wurde, aber real.
Ein von einem Dipl.-Ing. geprüfter Ausweis reduziert dieses Risiko erheblich. Die fachliche Prüfung durch einen qualifizierten Aussteller ist im Streitfall ein starkes Argument dafür, dass der Verkäufer seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist.
Wer den Energieausweis als günstiges und rechtssicheres Dokument betrachtet, spart sich potenzielle Probleme beim Notar und danach.
Gute Werte nutzen, schlechte Werte einordnen
Effizienzklasse A+ bis C: offensiv kommunizieren
Wenn ein Gebäude in den oberen Klassen liegt, gehört das prominent ins Exposé, in die Portalanzeige und in das erste Gespräch mit Interessenten. Eine gute Energiebilanz signalisiert niedrige Nebenkosten, geringen Sanierungsbedarf und zukunftssichere Bausubstanz. Immobilienpraktiker raten dazu, die Effizienzklasse nicht in einer Fußnote zu verstecken, sondern als echtes Highlight zu präsentieren. Der Energieausweis wird so vom Pflichtdokument zum Verkaufsargument, das den Preis aktiv stützt.
Wie die Effizienzklasse im Exposé korrekt angegeben wird, erklärt der verlinkte Beitrag Schritt für Schritt.
Effizienzklasse D: die solide Mitte
Klasse D ist die häufigste Effizienzklasse im deutschen Gebäudebestand. Das Gebäude bewegt sich im Mittelfeld, was weder besonders gut noch problematisch ist. In der Vermarktung lässt sich das ehrlich so einordnen, verbunden mit einem Hinweis auf geplante oder mögliche Verbesserungen.
Effizienzklasse E bis H: Transparenz statt Verschweigen
Schlechte Energiewerte sind kein Todesstoß für den Verkauf. Die richtige Strategie lautet: proaktiv kommunizieren. Erklären, was die Klasse konkret bedeutet, welche Kosten auf den Käufer zukommen und welche Modernisierungen möglich sind. Erfahrene Makler betonen, dass eine schlechte Klasse nicht in den Fußnoten versteckt werden sollte. Stattdessen gehört sie offen angesprochen, zusammen mit einer realistischen Einschätzung.
Manche Käufer suchen gezielt Sanierungsobjekte, weil sie von KfW- oder BAFA-Förderungen profitieren wollen. Für diese Zielgruppe ist ein niedriger Kaufpreis bei schlechter Energieklasse sogar attraktiv, weil die Gesamtinvestition (Kauf plus Sanierung) oft unter dem Preis eines bereits sanierten Objekts liegt.
Die Modernisierungsempfehlungen als Zusatz-Argument
Auf Seite 4 jedes Energieausweises stehen die sogenannten Modernisierungsempfehlungen. Laut § 84 GEG muss der Aussteller kostengünstige Maßnahmen zur energetischen Verbesserung vorschlagen, sofern solche möglich sind.
Diese Empfehlungen sind kein vollständiger Sanierungsfahrplan und ersetzen keine professionelle Energieberatung. Aber sie sind ein wertvolles Instrument in der Vermarktung, das den Energieausweis als Verkaufsargument noch stärker macht.
Für Verkäufer mit guten Werten: Wenige oder keine Empfehlungen signalisieren, dass das Gebäude bereits auf gutem Stand ist.
Für Verkäufer mit schlechten Werten: Die Empfehlungen zeigen dem Käufer konkret, welche Maßnahmen möglich sind, etwa eine Fassadendämmung, neue Fenster oder ein Heizungstausch. Statt eine diffuse Angst vor hohen Sanierungskosten entstehen zu lassen, gibt der Verkäufer dem Käufer einen Rahmen. Er sieht, dass es einen Weg gibt, die Immobilie zu verbessern, und kann die Kosten grob einschätzen.
Käufer nutzen die Modernisierungsempfehlungen zunehmend auch als Grundlage für Förderanträge bei KfW und BAFA. Wer diese Empfehlungen im Verkaufsgespräch aktiv anspricht, zeigt Kompetenz und Transparenz.
Ein Tipp: Die Empfehlungen als Potenzial präsentieren, nicht als Mängelliste. Der Unterschied in der Wahrnehmung ist enorm.
Verbrauchs- oder Bedarfsausweis: Welcher wirkt stärker als Verkaufsargument?
Die Frage, welcher Ausweistyp im Verkaufskontext überzeugender wirkt, taucht regelmäßig auf. In Diskussionen auf Reddit und Immobilienforen berichten Praktiker, dass Käufer den Bedarfsausweis oft als „objektiver" empfinden, weil er auf der Gebäudehülle und der Anlagentechnik basiert, nicht auf dem individuellen Heizverhalten der Bewohner.
Verbrauchsausweis: Basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten 36 Monate. Er bildet die Realität ab, ist aber vom Nutzerverhalten abhängig. Ein sparsamer Vorbesitzer kann den Wert besser aussehen lassen, als das Gebäude tatsächlich ist.
Bedarfsausweis: Wird rechnerisch anhand der Gebäudesubstanz ermittelt (nach DIN V 18599) und ist unabhängig vom Verhalten der Bewohner. Käufer schätzen das, weil sie den Wert direkt mit anderen Gebäuden vergleichen können.
Wann ist welcher Ausweis erlaubt?
Grundsätzlich besteht bei vielen Gebäuden die Wahl. § 80 GEG regelt die Ausstellungsanlässe und Voraussetzungen. Wichtig ist eine Regel, die oft falsch dargestellt wird:
Bei Wohngebäuden mit weniger als fünf Wohneinheiten, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde, ist grundsätzlich ein Bedarfsausweis erforderlich. Aber: Wenn das Gebäude mindestens auf dem energetischen Niveau der Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut oder nachträglich saniert wurde, reicht auch hier ein Verbrauchsausweis. Ebenso gilt bei Gebäuden mit fünf oder mehr Wohneinheiten: Verbrauchsausweis ist immer zulässig.
Der Ratgeber zur Wahlfreiheit beim Verbrauchsausweis erklärt die Details ausführlich.
Wer einen Verbrauchsausweis erstellen möchte, erledigt das komplett online in wenigen Minuten. Auf energieausweisapp.de lässt sich der Verbrauchsausweis direkt erstellen, mit kostenloser Vorschau des Kennwerts vor der Bezahlung. Jeder Ausweis wird von einem Dipl.-Ing. geprüft und unterschrieben, was im Verkaufsprozess zusätzliches Vertrauen schafft.
Die Käuferperspektive: Warum Verkäufer sie verstehen müssen
Um den Energieausweis als Verkaufsargument richtig einzusetzen, muss man verstehen, wie Käufer ihn nutzen. Und sie nutzen ihn sehr aktiv.
Vergleichsinstrument: Käufer stellen Immobilien auf Portalen nebeneinander und filtern nach Effizienzklasse. Eine schlechte Klasse führt dazu, dass das Objekt von vornherein aus dem Suchradius fällt.
Verhandlungshebel: Schlechte Energiewerte werden in Preisverhandlungen als Argument genutzt, um den Kaufpreis zu drücken. Käufer rechnen die erwarteten Sanierungskosten gegen den geforderten Preis.
Finanzierungsprüfung: Vor der Kreditentscheidung legt der Käufer den Energieausweis bei seiner Bank vor. Schlechte Werte können die Finanzierungszusage verzögern oder den nötigen Eigenkapitalanteil erhöhen.
Wer das als Verkäufer weiß, kann vorbauen: Entweder durch eine gute Energiebilanz, die den Preis stützt, oder durch eine transparente Kommunikation der Defizite, die dem Käufer zeigt, dass der Preis die Energiesituation bereits berücksichtigt.
Energieausweis Verkaufsargument: So geht man konkret vor
-
Frühzeitig besorgen. Den Energieausweis bestellen, bevor die erste Anzeige geschaltet wird. Die Pflichtangaben müssen schon im Inserat stehen, nicht erst bei der Besichtigung nachgereicht werden.
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Werte kennen und einordnen. Den Energiekennwert und die Effizienzklasse prüfen. Die kostenlose Vorschau auf energieausweisapp.de zeigt beides, bevor eine Entscheidung fällt.
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Heizkosten konkret ausrechnen. Den Kennwert in monatliche Euro-Beträge umrechnen und im Exposé angeben. Das macht den Energieausweis für Käufer greifbar und verwandelt ihn in ein echtes Verkaufsargument.
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Gute Werte hervorheben. Die Effizienzklasse prominent in Exposé, Portalanzeige und Objektbeschreibung einsetzen.
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Schlechte Werte nicht verstecken. Offen kommunizieren, einordnen und auf die Modernisierungsempfehlungen verweisen.
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Modernisierungspotenzial zeigen. Seite 4 des Ausweises nutzen, um dem Käufer konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
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Den richtigen Ausweistyp wählen. Frühzeitig klären, ob ein Verbrauchs- oder Bedarfsausweis nötig bzw. strategisch sinnvoll ist.
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Rechtssicherheit herstellen. Den Ausweis vor dem Notartermin bereithalten und die Übergabe dokumentieren lassen.
Wer den Planungsguide für den Hausverkauf noch nicht kennt, findet dort einen konkreten Zeitplan, der den Energieausweis in den Gesamtprozess einordnet.
FAQ: Energieausweis Verkaufsargument
Was ist mit „Energieausweis Verkaufsargument" gemeint?
Der Begriff Energieausweis Verkaufsargument beschreibt die strategische Nutzung des Energieausweises im Immobilienverkauf. Über die gesetzliche Pflicht hinaus beeinflusst der Ausweis die Preiswahrnehmung, die Finanzierbarkeit und die Attraktivität einer Immobilie für Käufer.
Welche Angaben aus dem Energieausweis müssen in die Anzeige?
Laut § 87 GEG sind fünf Angaben Pflicht: Art des Ausweises, Endenergiekennwert, wesentlicher Energieträger, Baujahr und Energieeffizienzklasse.
Wie stark beeinflusst die Effizienzklasse den Verkaufspreis?
Erheblich. Die Preisspanne zwischen Klasse A+ und H beträgt laut immowelt-Daten rund 30 Prozent. In ländlichen Regionen kann der Unterschied laut IW Köln sogar bei über 50 Prozent liegen.
Kann ein schlechter Energieausweis den Verkauf verhindern?
Verhindern nicht, aber deutlich erschweren. Schlechte Werte schränken den Käuferkreis ein, weil Banken die Finanzierung restriktiver handhaben. Die Vermarktungsdauer steigt, und der erzielbare Preis sinkt. Proaktive Kommunikation und ein realistischer Preis lösen das Problem.
Wie rechne ich den Energiekennwert in Heizkosten um?
Den Endenergiekennwert (kWh/m²·a) mit der Gebäudenutzfläche multiplizieren. Das ergibt den Jahresverbrauch in kWh. Diesen Wert mit dem aktuellen Energiepreis pro kWh multiplizieren. Das Ergebnis geteilt durch 12 ergibt die monatlichen Heizkosten. So wird der Energieausweis vom abstrakten Dokument zum konkreten Kostenvergleich und damit zum Verkaufsargument.
Brauche ich als Privatverkäufer auch einen Energieausweis?
Ja. Die Pflicht gilt für jeden, der eine Immobilie verkauft, vermietet oder verpachtet, unabhängig davon, ob gewerblich oder privat gehandelt wird. Die Pflichtangaben in der Anzeige und die Vorlagepflicht bei der Besichtigung gelten ohne Ausnahme.
Muss der Energieausweis beim Notar vorliegen?
Gesetzlich muss der Ausweis spätestens nach Vertragsschluss als Kopie an den Käufer übergeben werden. In der Praxis empfehlen viele Notare, den Ausweis bereits zur Beurkundung mitzubringen und die Übergabe im Vertrag zu vermerken. Das schafft Rechtssicherheit für beide Seiten.
Wie schnell bekomme ich einen Energieausweis vor dem Verkauf?
Online geht es besonders schnell. Auf energieausweisapp.de dauert die Eingabe rund 5 Minuten. Die Lieferung erfolgt als PDF per E-Mail, bei Bedarf auch als Express am selben Werktag. So steht der Energieausweis rechtzeitig als Verkaufsargument bereit.
Ist der Bedarfsausweis als Verkaufsargument besser als der Verbrauchsausweis?
Nicht pauschal. Der Bedarfsausweis wird von vielen Käufern als objektiver wahrgenommen, weil er unabhängig vom Nutzerverhalten ist. Der Verbrauchsausweis bildet dagegen die reale Nutzung ab. Welcher für ein bestimmtes Gebäude zulässig und sinnvoll ist, hängt von Baujahr, Gebäudegröße und Sanierungsstand ab. Der Ratgeber zum Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis erklärt die Unterschiede im Detail.
Wer wissen will, wie ein Gebäude energetisch abschneidet, kann auf energieausweisapp.de den Energieausweis online erstellen, mit kostenloser Vorschau des Kennwerts und der Effizienzklasse vor der Bezahlung. Einfach, in 5 Minuten, und jeder Ausweis wird von einem Dipl.-Ing. geprüft.
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