JavaScript muss aktiviert werden, um die App zu verwenden. Kontrolle GEG 2026: Wer Prüft? Pflichten & Bußgelder

Kontrolle GEG 2026: Wer Prüft? Pflichten & Bußgelder

Kontrolle GEG 2026: Wer Prüft? Pflichten & Bußgelder
ca. 10 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

Wer prüft bei mir als Eigentümer, ob ich die Energieausweis-Pflichten nach GModG einhalte, und was droht?

  1. Die Pflichten werden nicht von einer einzigen Stelle kontrolliert, sondern durch ein dezentrales System aus dem DIBt (Stichproben), den Landes-Kontrollstellen, Schornsteinfegern und ganz praktisch durch Käufer, Mieter oder Makler, die den Nachweis verlangen.
  2. Wenn du einen gültigen und registrierten Energieausweis hast und seine Angaben exakt für Immobilienanzeigen nutzt, erfüllst du die wichtigsten Pflichten, die bei Verkauf oder Neuvermietung kontrolliert werden.
  3. Bei Verstößen wie fehlendem Ausweis oder falschen Anzeigenangaben drohen nach § 108 GModG (vormals GEG) Bußgelder von bis zu 10.000 €, wobei der konkrete Betrag von der zuständigen Behörde festgelegt wird.

Rechtsgrundlage heute: Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals GEG). Die Regeln zum Energieausweis sind gleich geblieben.

Mini-Check: Brauche ich einen? 3 Fragen, 20 Sekunden

Was hast du mit der Immobilie vor?

Wusstest du? Ein Energieausweis gilt zehn Jahre und immer für das ganze Gebäude, nicht nur für eine Wohnung. In 2 Minuten von Kasten zu Kasten ↓

Wusstest du? Ein Energieausweis gilt zehn Jahre und immer für das ganze Gebäude, nicht nur für eine Wohnung. In 2 Minuten von Kasten zu Kasten ↓

Markierungen: Pflicht Frist / Bußgeld Spartipp Begriff

Inhalt dieses Artikels · 14 Abschnitte
  1. Kurz zusammengefasst
  2. Was bedeutet „Kontrolle GEG"?
  3. GEG oder GModG: Warum beide Begriffe auftauchen
  4. Wer kontrolliert das GEG? Die 5 Kontrollwege im Überblick
  5. Wie funktioniert die Stichprobenkontrolle beim Energieausweis?
  6. Welche Pflichten werden bei Verkauf und Vermietung kontrolliert?
  7. Was wird bei einem Energieausweis konkret geprüft?
  8. Welche Bußgelder sind bei GEG-Verstößen möglich?
  9. Wer haftet: Aussteller oder Eigentümer?
  10. Registriernummer: Kein öffentliches Register
  11. So bereitest du dich vor: Checkliste für Eigentümer
  12. Typische Missverständnisse bei der GEG-Kontrolle
  13. Energieausweis rechtzeitig erstellen
  14. Häufige Fragen zur Kontrolle GEG

Kurz zusammengefasst

Eine zentrale „GEG-Polizei" gibt es nicht. Die Kontrolle nach GEG läuft über mehrere Wege: Registriernummern und Stichproben beim DIBt, tiefere Prüfungen durch Kontrollstellen der Länder, Schornsteinfeger bei Heizungspflichten und in der Praxis oft durch Käufer, Mieter oder Makler, die Unterlagen verlangen. Wer rechtzeitig einen gültigen, registrierten Energieausweis hat und die Pflichtangaben korrekt in Anzeigen übernimmt, ist auf der sicheren Seite.


Was bedeutet „Kontrolle GEG"?

Kontrolle GEG bezeichnet die verschiedenen Prüf- und Durchsetzungsmechanismen, mit denen die Einhaltung des Gebäudeenergiegesetzes überwacht wird. Der amtliche Volltext dieses Gesetzes wird auf gesetze-im-internet.de inzwischen als Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) geführt. Weil die meisten Menschen, Portale und Suchmaschinen weiterhin „GEG" sagen, verwenden wir im Artikel beide Bezeichnungen.

Die GEG-Kontrolle betrifft vor allem Energieausweise, Pflichtangaben in Immobilienanzeigen, die Vorlage bei Besichtigungen und bestimmte technische Gebäudepflichten. Sie funktioniert nicht wie eine Verkehrskontrolle, bei der jemand am Straßenrand steht. Stattdessen greifen verschiedene Stellen ineinander: Bundesbehörden, Landesstellen, Schornsteinfeger und ganz praktisch auch Marktteilnehmer wie Käufer oder Mieter.

Für Eigentümer ist entscheidend: Die Kontrolle beginnt oft nicht bei der Behörde, sondern schon dann, wenn du deine Immobilie veröffentlichst.

Wenn du noch keinen gültigen Energieausweis hast, kannst du prüfen, ob ein Verbrauchsausweis online für dein Gebäude zulässig ist, und ihn direkt erstellen.


Verkauf oder Vermietung: wann muss der Ausweis da sein?

Tipp eine Karte an.

1. In der Anzeige

Schon in der Immobilienanzeige gehören die Kennwerte aus dem Energieausweis hinein, darunter die Effizienzklasse.

2. Bei der Besichtigung

Spätestens bei der Besichtigung legst du den Ausweis vor, unaufgefordert, im Original oder als Kopie.

3. Nach Vertragsschluss

Nach dem Kauf- oder Mietvertrag übergibst du den Ausweis unverzüglich an Käufer oder neuen Mieter, im Original oder als Kopie.

Und wenn nicht?

Fehlen die Pflichtangaben in der Anzeige, ist das eine Ordnungswidrigkeit, das Bußgeld kann bis zu 10.000 € betragen. Verantwortlich ist, wer die Anzeige schaltet, also auch der Makler.

Rechtsgrundlage: GModG (vormals GEG). Wer selbst im Haus wohnt und nicht verkauft oder vermietet, braucht keinen Ausweis.

GEG oder GModG: Warum beide Begriffe auftauchen

Das Gebäudeenergiegesetz wurde umbenannt. Der amtliche Name lautet jetzt „Gebäudemodernisierungsgesetz" (GModG). An den Pflichten rund um Energieausweise hat sich dadurch nichts geändert. Die Paragrafen sind dieselben, die Bußgeldrahmen auch. LinkedIn-Beiträge von Gebäudetechnik-Praktikern bestätigen das: Der neue Name schafft keine neuen Pflichten ab, die Dokumentationspflichten bleiben bestehen.

Weil fast alle Eigentümer, Makler und Hausverwaltungen noch „GEG" sagen und danach suchen, nutzen wir im Artikel überwiegend diese Bezeichnung. Rechtlich korrekt ist GModG.

Einen umfassenden Überblick über die Pflichten und Fristen nach dem aktuellen Gesetz findest du im GModG-Ratgeber.


Wer kontrolliert das GEG? Die 5 Kontrollwege im Überblick

Die Frage „Wer kontrolliert die Einhaltung des GEG?" lässt sich nicht mit einer einzigen Stelle beantworten. Je nach Thema sind unterschiedliche Akteure zuständig.

Stelle / Person Rolle Was bedeutet das praktisch?
DIBt / GEG-Registrierstelle Vergibt Registriernummern, führt elektronische Stichprobenkontrolle (Stufe 1) durch Keine öffentliche Prüfung einzelner Ausweise; keine vollständigen Ausweise im Register
Kontrollstellen der Länder Prüfen Stufen 2 und 3, fordern Unterlagen vom Aussteller an Je nach Bundesland unterschiedliche Zuständigkeit
Zuständige Bau-/Ordnungsbehörden Vollzug und Bußgeldverfahren nach Landesrecht Relevant bei fehlendem Ausweis, falschen Anzeigenangaben, Beschwerden
Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger Kontrolliert bestimmte Heizungs- und Nachrüstungspflichten nach § 97 GModG Nicht primär Energieausweis, aber Teil der GEG-Kontrollstruktur
Käufer, Mieter, Makler, Hausverwaltung, Banken Keine Behörden, aber häufige Kontrollauslöser Sie fordern Ausweis, Kennwerte oder Nachweise in der Praxis an

Diese dezentrale Struktur erklärt, warum manche Eigentümer jahrelang keinen Kontakt mit einer Behörde hatten, aber trotzdem beim Verkauf plötzlich unter Druck geraten. Der praktische „Kontrollmoment" entsteht oft durch den Markt, nicht durch die Verwaltung.


Effizienzklassen A+ bis H — tipp eine Klasse an.

Klasse D: 100–130 kWh je m² und Jahr (Endenergie), typisch für teilsanierter Bestand.

Die Klasse steht auf Seite 1 deines Ausweises und gehört bei Verkauf oder Vermietung in die Anzeige.

Deine Klasse herausfinden: Verbrauchsausweis erstellen →

Wie funktioniert die Stichprobenkontrolle beim Energieausweis?

Die Stichprobenkontrolle nach § 99 GModG/GEG ist der systematischste Kontrollweg für Energieausweise. Sie läuft in klar definierten Schritten ab.

Schritt für Schritt

  1. Ein neuer Energieausweis wird ausgestellt und erhält eine Registriernummer nach § 98.
  2. Die Stichprobenziehung erfolgt automatisiert per Zufallsalgorithmus beim DIBt.
  3. Stufe 1: Elektronische Validitätsprüfung der Eingabe-Gebäudedaten und Ergebnisse.
  4. Stufe 2: Prüfung der Eingabedaten, Ergebnisse und Modernisierungsempfehlungen durch die Kontrollstellen der Länder.
  5. Stufe 3: Vollständige Prüfung inklusive Modernisierungsempfehlungen, gegebenenfalls mit Inaugenscheinnahme des Gebäudes (wenn der Eigentümer zustimmt).
  6. Aussteller müssen Kopien und verwendete Unterlagen zwei Jahre ab Ausstellungsdatum aufbewahren.

Die Stufe 1 übernimmt das DIBt elektronisch. Die tieferen Stufen 2 und 3 führen die Kontrollstellen der Länder durch. Die Stichprobe muss laut Gesetz einen statistisch signifikanten Anteil der jährlich neu ausgestellten Energieausweise erfassen.

Nicht jeder Energieausweis wird vollständig geprüft. Die Prüftiefe hängt davon ab, in welche Kontrollstufe ein Ausweis fällt. Trotzdem ist die Stichprobenkontrolle GEG ein realer Mechanismus, der Aussteller zur Sorgfalt zwingt.


Welche Pflichten werden bei Verkauf und Vermietung kontrolliert?

Energieausweis vorlegen und übergeben

Nach § 80 GModG/GEG muss bei Verkauf, Neuvermietung, Verpachtung oder Leasing eines Gebäudes, einer Wohnung oder einer sonstigen selbständigen Nutzungseinheit ein gültiger Energieausweis vorliegen. Verkäufer oder Makler müssen ihn spätestens bei der Besichtigung vorlegen. Nach Vertragsschluss wird der Ausweis übergeben.

Energieausweise gelten grundsätzlich 10 Jahre. Sie dienen nach § 79 der Information über die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes und ermöglichen einen überschlägigen Vergleich. Sie ersetzen keine individuelle Energieberatung und prognostizieren nicht die tatsächlichen Heizkosten.

Pflichtangaben in Immobilienanzeigen

§ 87 verlangt bei kommerziellen Immobilienanzeigen folgende Angaben, sofern beim Schalten ein Energieausweis vorliegt:

  • Art des Energieausweises (Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis)
  • Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs
  • Wesentliche Energieträger für die Heizung
  • Baujahr des Gebäudes
  • Energieeffizienzklasse

Einen ausführlichen Ratgeber zu den Pflichtangaben in Anzeigen findest du im Blog.

Richtige Ausweisart wählen

Für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen und Bauantrag vor dem 1. November 1977 ist nach § 80 grundsätzlich ein Bedarfsausweis nötig. Das gilt aber nicht, wenn das Gebäude bereits bei Fertigstellung das Niveau der Wärmeschutzverordnung 1977 erfüllte oder später mindestens auf dieses Niveau gebracht wurde. Dann ist auch ein Verbrauchsausweis zulässig.

Nie pauschal davon ausgehen, dass „Altbau vor 1977 immer Bedarfsausweis" bedeutet. Die Ausnahme ist praxisrelevant. Falls du unsicher bist, hilft dir die Übersicht welcher Ausweis für dein Gebäude passt.


Was wird bei einem Energieausweis konkret geprüft?

Bei einer Kontrolle nach GEG können folgende Punkte relevant werden:

  • Ist eine Registriernummer eingetragen?
  • Ist die Ausweisart (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis) für das Gebäude zulässig?
  • Sind die Eingabedaten plausibel (Fläche, Baujahr, Heizsystem, Verbrauchswerte)?
  • Passen Kennwerte und Berechnung zusammen?
  • Sind Modernisierungsempfehlungen enthalten?
  • Ist der Aussteller nach § 88 ausstellungsberechtigt?
  • Wurden Verbrauchsdaten korrekt gewählt?

Verbrauchsdaten: 36 Monate, nicht drei Kalenderjahre

§ 82 verlangt für den Verbrauchsausweis mindestens 36 zusammenhängende Monate an witterungsbereinigten Verbrauchswerten. Die jüngste Abrechnungsperiode darf nicht mehr als 18 Monate zurückliegen. Der Abrechnungszeitraum muss nicht zwingend ein Kalenderjahr sein. Auch ein Zeitraum wie Juli 2023 bis Juni 2026 kann passen, solange es 36 zusammenhängende Monate sind.

Längere Leerstände sind rechnerisch angemessen zu berücksichtigen. In Reddit-Diskussionen zeigen sich regelmäßig Unsicherheiten bei Käufern, wenn Verbrauchswerte unplausibel niedrig wirken, etwa weil das Gebäude längere Zeit leer stand oder die Vormieter ungewöhnlich wenig geheizt haben. Solche Fälle erfordern besondere Sorgfalt bei der Dateneingabe.

Eine Übersicht, welche Unterlagen du vorbereiten solltest, findest du auf der Unterlagen-Seite.


Welche Bußgelder sind bei GEG-Verstößen möglich?

Verstöße gegen Energieausweis-Pflichten sind Ordnungswidrigkeiten. § 108 GModG/GEG nennt für Energieausweis-relevante Tatbestände (Nummern 15 bis 22) einen Bußgeldrahmen von bis zu 10.000 €.

Manche Ratgeber im Netz nennen noch Bußgelder bis 15.000 €, etwa aus alten EnEV-Regelungen. Das ist nach aktuellem Gesetzesstand für Energieausweis-Tatbestände nicht korrekt.

Situation Relevanter Paragraf Praktische Lösung
Kein Ausweis bei Verkauf/Neuvermietung § 80, § 108 Ausweis vor Vermarktung erstellen lassen
Pflichtangaben fehlen im Inserat § 87, § 108 Werte direkt aus dem Ausweis übernehmen
Falsche Verbrauchsdaten § 82, § 108 36 Monate prüfen, Belege sichern
Nicht ausstellungsberechtigte Person § 88, § 108 Ausstellungsberechtigung bestätigen lassen

Der Bußgeldrahmen ist der rechtliche Rahmen. In der Praxis ist wichtiger, dass du die Pflicht rechtzeitig erfüllst und deine Angaben belegbar machst. Einen ausführlichen Beitrag über die Folgen eines fehlenden Energieausweises beim Hausverkauf findest du im Blog.


Wer haftet: Aussteller oder Eigentümer?

Bei der Stichprobe fordert die Kontrollstelle in der Regel Unterlagen vom Aussteller an. Der Aussteller muss Daten plausibilisieren und darf sie nur verwenden, wenn keine begründeten Zweifel an der Richtigkeit bestehen.

Trotzdem sind die vom Eigentümer gelieferten Daten entscheidend. Falsche Verbrauchswerte, falsche Flächenangaben oder fehlende Modernisierungsnachweise führen zu fehlerhaften Ergebnissen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, auch ohne Vor-Ort-Begehung aussagekräftige Daten und Fotos bereitzustellen.

Zur Ausstellungsberechtigung: Es gibt kein amtliches Zulassungszertifikat für Energieausweis-Aussteller. Die Verbraucherzentrale rät, sich die Berechtigung schriftlich bestätigen zu lassen und auf eine Berufshaftpflicht zu achten.

Bei EnergieausweisApp wird jeder Ausweis von einem ausstellungsberechtigten Dipl.-Ing. fachlich geprüft und unterschrieben. Die KI unterstützt bei der Datenerfassung und Plausibilitätsprüfung, übernimmt aber nicht die fachliche Verantwortung.


Registriernummer: Kein öffentliches Register

Eine der häufigsten Fragen zur GEG-Kontrolle betrifft die Registriernummer. Viele Käufer und Mieter nehmen an, sie könnten die Nummer online eingeben und den Energieausweis verifizieren. Das ist nicht der Fall.

Das DIBt stellt klar: Die GEG-Registrierstelle ist kein öffentliches Register. Es werden keine vollständigen Energieausweise und keine vollständigen objektbezogenen Gebäudedaten gespeichert. Einzelne Ausweise lassen sich für Verbraucher nicht verifizieren.

Die Registriernummer dient vor allem der amtlichen Erfassung und Stichprobenkontrolle. Wichtig ist auch: Das DIBt prüft bei der Anmeldung nicht, ob Nutzer tatsächlich ausstellungsberechtigt sind. Die Anmeldung beruht auf eigenverantwortlicher Erklärung.


So bereitest du dich vor: Checkliste für Eigentümer

Kontrolle heißt selten: Jemand steht morgen vor der Tür. Kontrolle heißt meistens: Du musst im richtigen Moment die richtigen Unterlagen zeigen können. Diese Checkliste hilft dir, vorbereitet zu sein.

Vor der Veröffentlichung deiner Immobilie:

  • Prüfe, ob ein gültiger Energieausweis vorhanden ist
  • Prüfe das Ausstellungsdatum (Energieausweise gelten grundsätzlich 10 Jahre)
  • Prüfe, ob er zum Gebäude passt: Adresse, Gebäudetyp, Wohneinheiten
  • Prüfe, ob Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis zulässig ist
  • Bei Verbrauchsausweis: 36 zusammenhängende Monate Verbrauch, jüngste Abrechnungsperiode maximal 18 Monate alt
  • Übernimm die Anzeigenangaben exakt aus dem Ausweis: Ausweisart, Endenergiekennwert, Energieträger, Baujahr, Effizienzklasse

Bei Besichtigung und Vertragsschluss:

  • Halte den Ausweis spätestens zur Besichtigung bereit
  • Übergib nach Vertragsschluss eine Kopie oder den Ausweis

Für die eigene Absicherung:

  • Bewahre verwendete Daten und Nachweise geordnet auf (Heizkostenabrechnungen, Flächenangaben, Modernisierungsnachweise)
  • Sichere Fotos des Gebäudes, die den Zustand dokumentieren

Typische Missverständnisse bei der GEG-Kontrolle

„Die Registriernummer kann ich öffentlich prüfen."

Nein. Das DIBt betreibt kein öffentliches Register. Die Nummer dient der amtlichen Erfassung und Stichprobenkontrolle, nicht der Verbraucherverifizierung.

„Wenn bisher niemand kontrolliert hat, brauche ich keinen Ausweis."

Die Pflicht hängt nicht davon ab, ob aktiv kontrolliert wird. Bei Verkauf, Neuvermietung, Verpachtung oder Leasing brauchst du einen gültigen Ausweis. In Vermieter-Foren berichten Nutzer, dass neben Mietern auch Jobcenter, Sozialgerichte oder andere Behörden im Einzelfall nach dem Energieausweis fragen können.

„Ein Verbrauchsausweis ist immer erlaubt."

Für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen und Bauantrag vor dem 1. November 1977 ist in der Regel ein Bedarfsausweis nötig. Die Ausnahme: Das Gebäude erfüllt oder erfüllt nach Modernisierung mindestens das Niveau der Wärmeschutzverordnung 1977. Dann ist ein Verbrauchsausweis ebenfalls zulässig. Details dazu findest du im Ratgeber zum Energieausweis für ältere Häuser.

„Der Energieausweis sagt meine künftigen Heizkosten voraus."

Nein. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Verbrauchs- und Bedarfsausweise unterschiedliche Werte liefern können. Eine unmittelbare Prognose des künftigen Heizenergieverbrauchs ist anhand des Ausweises nicht möglich.

„KI kann den Energieausweis allein ausstellen."

KI kann bei der Datenerfassung und Plausibilitätsprüfung helfen. Die Ausstellung und fachliche Verantwortung liegen aber immer bei einer ausstellungsberechtigten Person. Bei EnergieausweisApp wird jeder Ausweis von einem Dipl.-Ing. geprüft und unterschrieben.

WEG-Sonderfall: Eigentumswohnung verkaufen ohne aktuellen Ausweis

In Vermieter-Foren taucht regelmäßig ein Problem auf: Ein einzelner Eigentümer will verkaufen, aber die Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft hat keinen aktuellen Energieausweis. Das Bußgeldrisiko wird dann oft als Argument genutzt, um die WEG zur Erstellung zu bewegen. Einen Ratgeber für Eigentumswohnungen findest du auf der entsprechenden Seite.


Energieausweis rechtzeitig erstellen

Wenn für dein Wohngebäude ein Verbrauchsausweis zulässig ist, kannst du ihn direkt online erstellen, mit kostenloser Vorschau deines Kennwerts und deiner Effizienzklasse, bevor du zahlst. Jeder Ausweis wird fachlich geprüft und von einem Dipl.-Ing. unterschrieben. So bist du bei einer Kontrolle nach GEG auf der sicheren Seite.

Verbrauchsausweis online erstellen

Aktuelle Preise findest du auf energieausweisapp.de.


Kurz getestet: 3 Fragen

1. Wie lange gilt ein Energieausweis?
Auflösung

Ein Energieausweis gilt zehn Jahre ab Ausstellung.

2. Wann muss der Ausweis beim Verkauf spätestens vorliegen?
Auflösung

Spätestens bei der Besichtigung, unaufgefordert, im Original oder als Kopie.

3. Du wohnst selbst im Haus und verkaufst oder vermietest nicht. Brauchst du einen Energieausweis?
Auflösung

Nein. Die Pflicht greift erst bei Verkauf oder Neuvermietung.

Häufige Fragen zur Kontrolle GEG

Wer kontrolliert die Einhaltung des GEG?

Es gibt keine einzelne zentrale GEG-Behörde. Beim Energieausweis vergeben DIBt und Registrierstelle Registriernummern und führen elektronische Stichproben durch. Tiefergehende Kontrollen übernehmen die Kontrollstellen der Länder. Bestimmte Heizungs- und Nachrüstungspflichten prüft der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger.

Wird jeder Energieausweis kontrolliert?

Nein. Energieausweise werden registriert und stichprobenartig kontrolliert. Die Stichprobenziehung erfolgt automatisiert per Zufallsalgorithmus. Die Prüftiefe reicht von elektronischer Validitätsprüfung bis zur vollständigen Prüfung mit möglicher Inaugenscheinnahme des Gebäudes.

Kann ich die Registriernummer eines Energieausweises online prüfen?

In der Regel nein. Das DIBt erklärt, dass die GEG-Registrierstelle kein öffentliches Register ist. Es werden keine vollständigen Energieausweise oder objektbezogenen Gebäudedaten hinterlegt.

Wie hoch ist das Bußgeld bei fehlendem Energieausweis?

Für Energieausweis-Verstöße wie Nichtvorlage, fehlende Pflichtangaben in Immobilienanzeigen oder unberechtigte Ausstellung nennt § 108 GModG/GEG einen Bußgeldrahmen von bis zu 10.000 €.

Muss der Energieausweis schon in der Immobilienanzeige vorliegen?

Wenn beim Schalten einer kommerziellen Immobilienanzeige ein Energieausweis vorliegt, müssen bestimmte Angaben aus dem Ausweis in die Anzeige übernommen werden: Ausweisart, Endenergiekennwert, Energieträger, Baujahr und Effizienzklasse.

Wer ist für falsche Daten im Energieausweis verantwortlich?

Der Aussteller muss Daten plausibilisieren und darf sie nur verwenden, wenn keine begründeten Zweifel bestehen. Eigentümer sollten trotzdem richtige und belegbare Angaben liefern, weil falsche Verbrauchs-, Flächen- oder Modernisierungsdaten zu fehlerhaften Ergebnissen führen können.

Ist eine Vor-Ort-Begehung Pflicht?

Für den Energieausweis ist eine Begehung nicht immer Pflicht. Daten und aussagekräftige Fotos können vom Eigentümer bereitgestellt werden. Eine Vor-Ort-Begehung kann die Qualität erhöhen, besonders beim Bedarfsausweis, ist aber nicht in jedem Fall vorgeschrieben.

Was ändert sich durch den neuen Namen GModG?

An den Pflichten rund um Energieausweise ändert sich durch die Umbenennung nichts. Die Paragrafen, Bußgeldrahmen und Kontrollmechanismen bleiben identisch. Im Alltag werden „GEG" und „GModG" bis auf Weiteres parallel verwendet.


Energieausweis in 5 Minuten online erstellen

GModG-konform, DIBt-registriert, als PDF in 1–2 Werktagen.

Verbrauchsausweis 59,90 €